Tiefgreifende Herausforderungen für oberfränkische Wirtschaft

25. November 2025 , 11:30 Uhr

Alle müssen an einem Strang ziehen. Das sagt Michael Waasner, der Präsident der IHK für Oberfranken, zur aktuellen wirtschaftlichen Lage. Im Vergleich zur Frühjahrsbefragung steigt in Oberfranken zwar der Anteil an optimistischen Stimmen – die Lagebewertung bleibt aber weiter überwiegend negativ.

Der „Herbst der Reformen“, wie von der Bundesregierung angekündigt, sei noch nicht bei allen angekommen, auch nicht bei den Unternehmen in Oberfranken, so Waasner:

„Wir müssen da einen Konsens haben und wir müssen diese Reformfähigkeit und den Reformwillen entwickeln. Dann denke ich, werden wir wieder hier einen positiven Weg beschreiten können. Ansonsten, wirtschaftlich, wenn wir in die Welt schauen, wir sind nicht mehr vorne. Wir mögen uns noch so fühlen, Weltmeister sein, wir sind es aber nicht mehr. Deshalb müssen wir handeln, entschieden und schnell.“

Die Kammer setzt sich gegenüber der Politik für verlässliche Rahmenbedingungen und Planungssicherheit ein, die für das Überleben und die Anpassungsfähigkeit der Unternehmen entscheidend sind.

Meldungen über Massenentlassungen bei den Autobauern und Zulieferern gibt es aktuell regelmäßig. Stefan Trebes, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bamberg – Coburg sagt: das Wichtigste dabei sei, möglichst früh Perspektiven zu schaffen:

„Die Perspektiven können sehr unterschiedlich sein. Das können durchaus für Menschen, die keine adäquate Ausbildung haben, nochmal der Schritt an die Schulbank sein, also dass man nochmal eine Ausbildung macht. Das kann die schnelle Vermittlung sein, weil die Qualifikationen passen und der nächste Unternehmer schon bereit steht. Es kann auch eine Neuorientierung ohne vorherige Qualifizierung sein. Also, so unterschiedlich wie der Markt ist, sind auch die Perspektiven für die einzelnen Bewerber.“

Das könnte Dich auch interessieren

04.05.2026 Bamberger Wirtschaft wächst - Industrie schwächelt Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Raum Bamberg ist seit 2019, dem Jahr vor Corona, um 3.157 auf 97.770 angestiegen, so die IHK für Oberfranken Bayreuth in einer aktuellen regionalen Analyse. Die Stadt Bamberg verzeichnete ein Plus von 3.269 auf 57.747, der Landkreis Bamberg hingegen einen leichten Rückgang um 112 auf 40.023 Beschäftigte, Die IHK 18.06.2026 Oberfranken soll weiter Innovationsstandort bleiben Oberfranken gehört zu den stärksten Innovationsregionen in Deutschland. Das soll auch so bleiben. Deshalb hat die Initiative Oberfranken Offensiv gestern über 150 Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung auf Schloss Thurnau zum 1.Oberfränkischen Innovationskongress eingeladen, um neue Wege vorzustellen und zu diskutieren. Oberfrankens Bezirkstagspräsident Henry Schramm: . „Wir haben hier vor allem eine starke 26.03.2026 Industrie-Jobs in Oberfranken brechen weiter weg Seit 2019 sind in Oberfranken mehr als 15.000 Industriearbeitsplätze verloren gegangen. Allein vergangenes Jahr waren es laut der IHK für Oberfranken Bayreuth rund 3.700 Jobs weniger. Die Zahl der Beschäftigten in der Industrie ist damit auf einen historischen Tiefstand gesunken. Gründe seien unter anderem schwierige Standortbedingungen, unsichere internationale Märkte und die Krise der deutschen Autoindustrie. 13.03.2026 Zu viel Industriearbeitsplätze verloren: IHK Oberfranken fordert Agenda 2030 Die Industrie- und Handelskammer für Oberfranken prangert seit Monaten die schlechten Standortbedingungen für die Industrie in Deutschland und auch bei uns in Oberfranken an. Heute macht IHK-Präsident Waasner klar, die Deindustrialisierung Oberfrankens schreite ungebremst voran. Man habe seit 2019 – 15.200 Industriearbeitsplätze in Oberfranken verloren. Die Gründe dafür erläutert Waasner gegenüber Radio Bamberg: „Einmal sind