Erstochener Junge - Verdächtige beschäftigte bereits Justiz

24. Juni 2025 , 10:33 Uhr

Eine wegen der tödlichen Messerattacke auf einen Jugendlichen festgenommene 19-Jährige in Mittelfranken ist in der Vergangenheit bereits mehrmals strafrechtlich in Erscheinung getreten. Die junge Frau habe mehrere Einträge im Erziehungsregister wegen Gewaltdelikte und eines Verstoßes gegen das Waffengesetz, sagte der Ansbacher Oberstaatsanwalt Jonas Heinzlmeier. Die Verfahren seien gegen Auflagen nach dem Jugendstrafrecht eingestellt worden.

Die 19-jährige Deutsche sitzt seit Sonntag wegen Totschlags in Untersuchungshaft. Sie soll einen 15-Jährigen bei einer Auseinandersetzung am Bahnhof im Pleinfelder Gemeindeteil Ramsberg mit einem Messer tödlich verletzt haben. Dabei habe es sich um ein Taschenmesser gehandelt, sagte Heinzlmeier.

Die Tatverdächtige und das Opfer waren den Ermittlungen zufolge jeweils in einer Gruppe mit Freunden am Samstagabend in dem Ort (Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen) nahe des Brombachsees zufällig aufeinandergetroffen. Aus einem Gespräch soll sich dann ein Streit entwickelt haben. Der Anlass dafür ist noch unbekannt. Nach Angaben der Polizei besteht aber der Verdacht, dass der 15-Jährige zuvor rassistisch beleidigt wurde. Dieser besitzt nach Angaben von Heinzlmeier die deutsche und brasilianische Staatsbürgerschaft.

Die Ermittlungen zum möglichen Motiv gehen Heinzlmeier zufolge nun weiter. In den nächsten Tagen sollen dazu Zeuginnen und Zeugen der Tat intensiver befragt werden.

Das könnte Dich auch interessieren

15.09.2025 Nürnberger Klimaschutz-Aktivist vor Gericht Mehr als zwei Jahre nach der Blockade des Düsseldorfer Flughafens durch Klimaschutz-Aktivisten muss sich heute ein Mann aus Nürnberg vor Gericht verantworten. Die Aktion der «Letzten Generation» auf dem Rollfeld des Airports hatte zum Ausfall und zur Umleitung von insgesamt 50 Flügen geführt. Am Amtsgericht Düsseldorf  ist nun ein 22-Jähriger wegen Nötigung, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch 12.09.2025 Cannabis-Club aus dem Landkreis Bamberg gibt nach juristischer Niederlage vorerst auf Zugleich macht der Verein der Staatsregierung und den zuständigen Behörden schwere Vorwürfe. «Wir legen unser Projekt vorerst auf Eis», sagte der Vorstand von «Franken.Cannabis», Martin Pley. Der Verein aus Buttenheim im Landkreis Bamberg hatte Ende August vor dem Verwaltungsgericht Bayreuth eine juristische Niederlage erlitten. Das Gericht lehnte einen Eilantrag des Vereins gegen eine sogenannte Nutzungsuntersagung 30.07.2025 Beleidigung oder Meinungsfreiheit - wie weit darf Kritik am Arbeitgeber gehen? Im Zivilurteil des Monats Juli des Landgerichts Bamberg geht es „öffentliche Kritik am Arbeitgeber“. Eine Firma aus den Haßbergen wollte von einer Online-Bewertungsplattform die persönlichen Daten eines anonymen Nutzers erfahren, der das Unternehmen kritisch bewertet hatte. Das Gericht lehnte den Antrag ab. Die Kritik sei zwar scharf, aber noch zulässig – auch pointierte und polemische 23.06.2025 Tödliche Auseinandersetzung unter Jugendlichen – 15-Jähriger stirbt nach Messerangriff Bei einem Streit zweier Gruppen von Jugendlichen und Heranwachsenden ist in Mittelfranken ein 15-Jähriger erstochen worden. Die Polizei konnte kurz nach der Tat eine 19-Jährige festnehmen. Nach Angaben eines Polizeisprechers wird gegen sie wegen des Verdachts des Totschlags ermittelt. Die 19-Jährige kam am Sonntagabend in Untersuchungshaft, nachdem ein Richter wegen des Tatverdachts eines Tötungsdelikts Haftbefehl