Seit heute läuft in Erlangen wieder die Bergkirchweih – das älteste Bierfest der Welt. Eröffnet wurde sie traditionell mit dem Bieranstich durch Erlangens Oberbürgermeister Jörg Volleth, der dafür zwei Schläge gebraucht hat.
Der neue Rathauschef zeigte sich begeistert vom Volksfest und findet, jeder sollte einmal im Leben den Berg besuchen: „Weil es das schönste Freiluftereignis ist, dass es wirklich gibt unter diesen wunderschönen, über 100 Jahre alten Eichen und Laubbäumen ein kühles Bier zu genießen, schöne Musik zu hören und vielleicht auch was Leckeres zu essen. Was Schöneres kann es auf der Welt nicht geben.“
Bis zum 1. Juni verwandeln sich die historischen Bierkeller am Burgberg in ein großes Festgelände mit rund 90 Fahrgeschäften sowie Imbiss- und Süßwarenständen. Neu in diesem Jahr sind fünf neue Attraktionen, darunter ein 85 Meter hoher Kettenflieger, eine Geisterbahn und ein zweistöckiges Nostalgie-Kinderfahrgeschäft, so Platzmeisterin Sarah Hüblein.
Die Erlanger Bergkirchweih fand 1755 zum ersten Mal statt und zählt mittlerweile zum immateriellen Kulturerbe. Die Mass Bier kostet in diesem Jahr zwischen 13,80 Euro und 14,50 Euro.
Das älteste Bierfest der Welt verzeichnet traditionell auch eine hohe Zahl an Tagesausflüglern. Wie der Verkehrsverbund und die Bahnbetriebe mitteilen, werden wegen der drastisch steigenden Fahrgastzahlen zum Pfingstwochenende zusätzliche Sonderzüge im Regionalverkehr eingesetzt. Zwischen Schweinfurt, Haßfurt, Bamberg und Erlangen werden außerdem zu den Stoßzeiten längere Züge mit mehr Waggons benutzt. Zudem fahren die planmäßigen Regionalbahnen abends und nachts teilweise länger.