Der Forchheimer Stadtrat hat am Nachmittag einstimmig eine haushaltswirtschaftliche Sperre für den Haushalt 2026 beschlossen. Hintergrund ist die anhaltend angespannte finanzielle Lage der Stadt. Hoffnung auf Besserung setzt Oberbürgermeisterin Martina Hebendanz in die Wirtschaft:
„Ja, wir hoffen natürlich, dass all die Firmen hier in Forchheim angesiedelt bleiben, noch mehr Firmen zu uns kommen, Anwohner sich neu ansiedeln und hier natürlich auch zur Arbeit gehen, dementsprechend Gewerbesteuereinnahmen hinzukommen und dass sich demnach dann auch unsere Haushaltssituation wieder ändern kann, ja.“
Jedes Referat sei aufgefordert, Einsparmaßnahmen umzusetzen, so Hebendanz weiter. Zwar wolle man den Bürgerinnen und Bürgern so viel wie möglich ermöglichen, aufgrund der finanziellen Situation sei die Maßnahme jedoch unumgänglich.
Zudem sind die Stadträte über den aktuellen Stand beim Ausstieg aus dem Klinikum Forchheim – Fränkische Schweiz informiert worden. Dabei wurde auch eine neue Zahl bekannt: Das Defizit der Klinik fällt mit rund 12 statt der bisher angenommenen 15 Millionen Euro etwas niedriger aus. Am Kurs der Stadt ändert das nichts, sagt Hebendanz:
„Die Teilhabe an dem Klinikum Forchheim Fränkische Schweiz ist die größte freiwillige Leistung, die die Stadt Forchheim tätigt und so schwer es jedem einzelnen Stadtrat von uns fällt, auch mir persönlich, ich hätte mir das auch niemals vorstellen können, so einen Schritt gehen zu müssen, wir sprechen davon müssen, bin ich deswegen unseren Forchheimer Bürgern schuldig, das hier als erste Konsolidierungsmaßnahme einzufordern.“
Nach dem Beschluss zum Ausstieg im Juni hatte die Stadt dem Landkreis Forchheim bereits Anfang Juli einen Entwurf für den Ausstiegsvertrag vorgelegt und hofft auf eine Einigung noch in diesem Jahr.