Die bayerische Zentralstelle Cybercrime Bayern in Bamberg hat im vergangenen Jahr weniger Fälle wegen des Umgangs mit kinderpornografischen Inhalten registriert. Eine gute Nachricht ist das jedoch nicht. Der stellvertretende Leiter der Spezialstaatsanwaltschaft Thomas Goger sagt: Es wäre weltfremd, zu sagen, dass die tatsächlichen Fälle zurückgegangen sind. Die deutschen Ermittler arbeiten mit einer US-amerikanischen Organisation zusammen. Sie meldet mögliche Missbrauchs-Darstellungen. Viele schwere Fälle seien nur durch die Arbeit der US-Amerikaner ans Licht gekommen. Aber: Es könnte laut Goger sein, dass mehr und mehr Dienste ihre Angebote Ende-zu-Ende verschlüsseln. Dadurch könnte kinderpornographisches Material weniger auffallen. Deshalb verfolgt die Zentralstelle Cybercrime sehr genau, was auf europäischer Ebene passiert.
Erst letztes Jahr konnten die Ermittler aus Bamberg die Plattform kidflix mit über 1600 Tatverdächtigen abschalten lassen. Und vor wenigen Wochen ist eine weitere Plattform im Darknet aufgefallen.