Zensus 2022 bestätigt Bamberg als größte Stadt in Oberfranken

25. Juni 2024 , 18:05 Uhr

Die Ergebnisse des Zensus 2022 werden seit zwei Jahren erwartet, nun liegen sie vor und wirbeln einiges durcheinander. Der Grund: Die Einwohnerzahlen müssen im Großteil von Deutschland nach unten korrigiert werden – auch in Bamberg. War die amtliche Fortschreibung der Zensus-Zahlen von 2011 zuletzt von über 80.000 Einwohnern in der Stadt ausgegangen, hat die neue Erhebung zum Stichtag 15. Mai 2022 nun 72.764 Einwohner ergeben. Im Vergleich zum einst festgestellten Wert vom 30. Juni 2022 sind das 6.270 Personen weniger.

„Wir werden die Zahlen nun mit Hilfe des Statistischen Landesamts genau analysieren und die entsprechenden Schlüsse daraus ziehen“, erklärt Oberbürgermeister Starke. Für die gesamte Bundesrepublik Deutschland wurde im Zensus 2022 eine Bevölkerungszahl von 82,7 Millionen Menschen ermittelt. Gegenüber der bisher gültigen Bevölkerungszahl lebten zum Stichtag rund 1,4 Millionen  Einwohner weniger als bislang angenommen in Deutschland. Über zwei Drittel der Abweichung ist auf die nicht-deutsche Bevölkerung zurückzuführen. So kommt der Zensus 2022 auf rund 10,9 Millionen Ausländer und somit auf nahezu eine Million weniger als bisher amtlich ausgewiesen. „Es ist allerdings reine Spekulation, ob hier auch die Hauptursache für die Abweichungen in Bamberg zu finden sind“, betont Starke. Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes (Destatis), hatte in einer Pressekonferenz auch die Corona-Pandemie und Flüchtlingswellen als Gründe für die Veränderungen angeführt.

Der Zensus 2022 liefert auch weitere Zahlen zum Beispiel zum Wohnraum oder zu den Haushalten. Demnach gab es in Bamberg zum Stichtag 15. Mai 2022 genau 13.583 Gebäude mit Wohnraum (+563 Gebäude im Vergleich zu 2011) und 44.491 Wohnungen (+3.353). Die Leerstandsquote liegt bei 4,7 Prozent und damit über dem Wert von 2011 (3,3 Prozent). 41.075 Haushalte wurden ermittelt, wobei mehr als die Hälfte (22.483) Singlehaushalte sind. Erstmal abgefragt wurden die Heizungsarten. So werden die Wohngebäude in Bamberg zu 68 Prozent mit Gas und zu 15 Prozent mit Öl geheizt. Fernwärme (8 Prozent), Holz (3 Prozent), Wärmepumpen (3 Prozent) und Strom (3 Prozent) spielen eine untergeordnete Rolle bei der Wärmeversorgung, haben bei Neubauten allerdings deutlich zugenommen.

Das könnte Dich auch interessieren

26.08.2026 Mehr Azubis in Oberfranken In Oberfranken gibt es mehr Azubis. Das teilt die IHK für Oberfranken Bayreuth aktuell mit. Bis Ende Juli wurden 1.940 neue Ausbildungsverträge eingetragen – 32 mehr als im Vorjahr. Zuwächse gibt es unter anderem in Logistik, Textil und Energieversorgung. In der Industrie geht die Zahl dagegen zurück – vor allem bei den Automobilzulieferern. Laut IHK 26.08.2026 Amazon spendet 200 Schultaschen an Caritas-Projekt GRÜNSTIFT Amazon in Eggolsheim spendet 200 Taschen voller Schulmaterialien an das Caritas-Projekt GRÜNSTIFT in Forchheim. Das teilt die Caritas aktuell mit. Darin sind unter anderem Malkästen, Federmäppchen, Hefte und Trinkflaschen. Die Spenden sollen an Kinder aus Familien mit geringem Einkommen im Landkreis Forchheim gehen. Zum Schulstart Mitte September erwartet das ehrenamtliche GRÜNSTIFT-Team rund 300 Kinder und 26.08.2026 Konradbrunnen in Forchheim sprudelt wieder Der Konradbrunnen auf dem Kirchplatz vor der St.-Martin-Kirche in Forchheim sprudelt wieder! Wie die Stadt Forchheim aktuell mitteilt, war der Brunnen wegen eines Lecks im Leitungssystem mehrere Monate außer Betrieb. Die Reparatur war aufwändig: Unter anderem musste die Brunnensäule bearbeitet und die Brunnenfigur vorsichtig abmontiert werden, um an die defekte Wasserleitung zu kommen. Der städtische 26.08.2026 Erfolgreiche Betrugsfälle in Oberfranken In Oberfranken haben Betrüger am vergangenen Montag in mehreren Fällen Bargeld und Wertgegenstände im Wert von insgesamt mehr als 100.000 Euro erbeutet. Betroffen waren unter anderem Menschen in Ahorn, Rödental und Burgkunstadt. In Ahorn bei Coburg wurde eine Seniorin mit einer besonders perfiden Geschichte getäuscht: Die Täter behaupteten, ihre Tochter liege schwer krank im Krankenhaus