Fahrzeugstatistik

Wo die hohen Spritpreise in Bayern besonders wehtun

22. April 2026 , 13:49 Uhr

In manchen Regionen gibt es pro Einwohner sehr viel mehr Autos als in anderen. Der Abstand zwischen Stadt und Land ist groß.

Wer tanken muss, leidet unter den hohen Spritpreisen. Doch wie viele Autos mit Verbrennungsmotor es gibt, unterscheidet sich je nach Region erheblich. Ein Blick in die gerade veröffentlichte Statistik des Kraftfahrt-Bundesamtes zum Fahrzeugbestand zu Jahresbeginn verrät, wo in Bayern die Spritpreise besonders wehtun.

Dass vor allem der Dieselpreis gestiegen ist, trifft im Zulassungsbezirk Haßberge besonders viele Menschen. Denn dort gibt es mit 271 Fahrzeugen pro 1.000 Einwohnern die höchste Dieselautodichte in Bayern. Dahinter folgen die Zulassungsbezirke Rhön-Grabfeld mit 267 und Cham Dingolfing-Landau mit 250. Hybride mit Dieselmotor wurden dabei nicht mitgerechnet.

Die wenigsten Diesel gibt es dagegen in München (Stadt) mit 117 pro 1.000 Einwohnern, gefolgt von Augsburg mit 120 und Hof (Stadt) mit 124.

München liegt auch bei den Benzinern hinten

Die meisten Benziner pro 1.000 Einwohner finden sich in Kronach mit 450 pro 1.000 Einwohnern dicht gefolgt von Coburg mit 449. Der Landkreis Hof liegt mit 439 auf Rang drei.

Die wenigsten Benziner gibt es erneut in München (Stadt) mit 269 pro 1.000 Einwohnern, gefolgt von Nürnberg mit 270 und Würzburg (Stadt) mit 274. Auch hier sind Hybride mit Benzinmotor nicht in den Zahlen berücksichtigt.

Stromerfahrer leiden nicht

Wer ein Elektroauto fährt, kann die Tankstellenpreise entspannt betrachten. Hier liegen die Heimatstädte der beiden Autohersteller Audi und BMW, Ingolstadt und München, mit 73 und 54 an der Spitze. Es liegt nahe, dass die Eigenzulassungen und Firmenwagen der beiden Unternehmen die Zahl hier nach oben beeinflussen. Lässt man die beiden Städte außer acht, liegen, Erlangen-Höchstadt und Starnberg mit 44 und 43 reinen Stromern pro 1.000 Einwohnern vorne. Die wenigsten gibt es in Hof (Stadt) und Augsburg (Stadt) mit je 17 pro 1.000.

Auch wer gar kein privates Auto hat, leidet unter hohen Spritpreisen weniger. Die niedrigsten Fahrzeugdichten bei Privat-Pkw insgesamt finden sich in den Städten München, Nürnberg und Würzburg.

Quelle: dpa

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