Wirtschaftsclub Bamberg: SPD-OB-Kandidat Sebastian Niedermaier will "Wirtschaft zur Chefsache" machen

21. Oktober 2025 , 01:03 Uhr

Die Oberbürgermeisterwahl in Bamberg wirft ihre Schatten voraus – der Wirtschaftsclub Bamberg will deshalb wissen, wie sich die Kandidatinnen und Kandidaten in Wirtschaftsfragen positionieren. Den Auftakt machte gestern Abend SPD-Kandidat Sebastian Niedermaier im Rahmen eines Kamingesprächs mit Unternehmern und Interessierten. Im Radio Bamberg Interview kündigte er an, die Wirtschaft zur Chefsache zu machen, sollte er die OB-Wahl gewinnen:


„Also ich werde das Wirtschaftsreferat direkt bei mir ansiedeln, die Wirtschaftsförderung direkt bei mir ansiedeln, dass ich als Oberbürgermeister die Themen Betriebe umsiedeln, Betriebe ansiedeln und die Themen der Wirtschaft direkt beeinflussen kann, das ist das Erste, was ich machen werde.“

Niedermaier sprach sich zudem strikt gegen eine Erhöhung der Gewerbesteuer in Bamberg aus:


„Ich finde, wenn wir die Gewerbesteuer erhöhen, schneiden wir uns ins eigene Fleisch als Stadt Bamberg. Weil die Betriebe wandern schon in den Landkreis ab, es ist schwerer für die Betriebe in der Stadt zu produzieren, es ist schwerer den Raum zu finden für die Betriebe und wenn wir dann noch die Gewerbesteuer erhöhen, dann wandern uns die Betriebe ab und wir haben gar keine Steuer mehr, also das sollten wir auf keinen Fall machen.“

Aus seiner Sicht mache ein Zweckverband Gewerbesteuer mit der Stadt Hallstadt für die Bereiche Hafen und Laubanger Sinn, so Niedermaier weiter.

Im Gespräch stellte der Gärtnermeister und Unternehmer klar, dass er im Falle eines Wahlsieges die Stadtverwaltung in gewissen Bereichen verändern möchte:


„Die Stadt Bamberg muss Dienstleister für den Bürger sein und sich so auch wieder verstehen. Man hat oft das Gefühl, wenn man an die Stadtverwaltung rangeht, erstmal ein Nein zu bekommen oder das man abgeblockt wird. Es ist ganz wichtig, dass wir hier den Dienst am Kunden, an dem Bürger wieder in den Vordergrund stellen.“

Generell siedelt Niedermaier das Thema Wirtschaft im anstehenden Wahlkampf weit oben an:


„Das Thema Wirtschaft, und da kann ich jetzt als Unternehmer aus eigener Erfahrung sprechen, ist das Wichtigste für unsere Stadt Bamberg. Wir brauchen Arbeitsplätze, wir brauchen Gewerbesteuereinnahmen. Und Mitarbeiter in Gewerbebetrieben sind auch die, die sich in Vereinen engagieren, die sich in den Kulturvereinen engagieren. Das heißt, die Zukunftssicherung der Wirtschaft in der Stadt Bamberg ist das zentrale Thema des Wahlkampfes. Und wer das ignoriert, macht einen Riesenfehler.“

Radio Bamberg Redaktionsleiter Richard Padberg im Gespräch mit dem SPD-Oberbürgermeisterkandidaten Sebastian Niedermaier:

 

 

Das könnte Dich auch interessieren

03.02.2026 Bamberg: OB-Wahlkampfhilfe unter Genossen - Bundesverteidigungsminister Pistorius wirbt für Niedermaier Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius war heute zur Wahlkampfunterstützung des SPD-Oberbürgermeisterkandidaten Sebastian Niedermaier in der Bamberger Kongresshalle zu Gast. Pistorius hielt vor etwa 500 Interessierten eine Rede zu den Themen Verteidigung, Zivilschutz und Sicherheit. Pistorius warb dafür, Sicherheit ganzheitlich zu sehen und sich gegen Angriffe von innen und außen zu wappnen, um die Demokratie zu schützen. Neben 03.02.2026 Verteidigungsminister Boris Pistorius zu Gast in Bamberg: SPD-OB-Kandidat Niedermaier hat Muna-Gelände im Sinn Der Bamberger SPD-Oberbürgermeisterkandidat Sebastian Niedermaier wendet sich vor dem heutigen Besuch von Boris Pistorius in einem Brief an den Bundesverteidigungsminister. Der Inhalt: die mögliche Nutzung des Muna-Geländes in Bamberg durch die Bundeswehr und der Bedarf der Stadt Bamberg an Gewerbeflächen auf dem Areal. Die rund 20 Hektar große Fläche sei planungsrechtlich gesichert, auch die Bundesanstalt 03.02.2026 Rot trifft Schwarz - CSU-Stadtratskandidat Stefan Hipelius und SPD-Kandidat Christoph Starke mit gemeinsamen Wahlkampfabend Während sich im Kommunalwahlkampf in Bamberg so manche in den sozialen Medien gegenseitig angreifen und die Finger wundtippen, wollen zwei Lokalpolitiker beweisen, dass es auch anders geht. Stefan Hipelius, Stadtratskandidat der CSU und SPD-Kandidat Christoph Starke laden am 12. Februar zu einem gemeinsamen Wahlkampfabend auf dem Spezi Keller ein. „In den Farben getrennt, in der 24.12.2025 Bamberger FDP schickt Ralf Stöcklein ins Rennen um das Amt des Oberbürgermeisters Stöcklein wurde einstimmig zum FDP-Oberbürgermeisterkandidaten gewählt. Der 36-jährige gebürtige Bamberger wurde bei der Mitgliederversammlung einstimmig nominiert. Stöcklein will Bamberg wirtschaftlich stärken, die Finanzen konsolidieren und die Stadt zukunftsfähig machen. Schwerpunkte setzt er auf aktive Wirtschaftspolitik, neue Gewerbeflächen und weniger Personalkosten im Rathaus. Auch Innovationen und Gründungen – etwa rund um das Gründerzentrum LAGARDE1 – will er stärker fördern.