"Wir müssen ihre Stimme bleiben" - Solidaritätskundgebung in Bamberg für Zivilbevölkerung im Iran

16. Januar 2026 , 08:48 Uhr

In Bamberg am Gabelmann haben sich gestern Nachmittag rund 300 Menschen versammelt, um sich solidarisch mit der Zivilbevölkerung im Iran zu zeigen. In der islamischen Republik haben sich seit Ende Dezember landesweite Massenproteste gegen das Regime entwickelt, die Sicherheitskräfte gehen brutal gegen Demonstranten vor. Es gibt tausende Verhaftungen und Tote. Einer der Teilnehmer in Bamberg war Sami, der seit 15 Jahren in Bamberg lebt. Er fasst die Forderungen zusammen:


„Wir brauchen einfach nur Freiheit, wir brauchen die Basis-Sachen des Lebens. Keine Ahnung, normal die Straße entlangzugehen, dass Frauen sich entscheiden können, ob sie Hijab tragen wollen oder nicht auf der Straße, gleiches Recht für alle in diesem Land.“

Es brauche keine Reform des Regimes im Iran, das Regime müsse weg, so Sami weiter. Europa und Deutschland dürften sich auf keinen Fall solidarisch mit dem Regime zeigen.

Mitra Sharifi aus dem Iran ist Co-Vorsitzende des Migrantinnen- und Migrantenbeirats in Bamberg. Im Anschluss an ihre Rede sagte sie:


„Ich bin sehr froh, dass unsere Versammlung so einen großen Anklang gefunden hat, dass so viele Menschen da waren, ich muss auch sagen, das waren nicht nur Iraner und nicht nur Deutsche, sondern wirklich sehr viele Menschen da, die einfach ihre Solidarität ausgedrückt haben, Und ich schätze diese Solidarität sehr, sehr hoch.“

Die Menschen außerhalb des Irans müssten die Stimme der unterdrückten Iranerinnen und Iraner bleiben. Sie hoffe, dass die internationale Gemeinschaft es schaffe, die Zivilbevölkerung im Iran zu schützen, so Sharifi.

Hier ein Beitrag über die Kundgebung in Bamberg:

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