Aus Mais, Gülle oder Pflanzenresten wird auf vielen Bauernhöfen Strom und Wärme erzeugt. Doch Betreiber solcher Biogasanlagen sehen ihre Zukunft in Gefahr. Der Bayerische Bauernverband und die Forchheimer Grünen Bundestagsabgeordnete Lisa Badum kritisieren die Pläne für das neue Erneuerbare-Energien-Gesetz. Sie befürchten, dass sich der Betrieb vieler Anlagen durch neue Vorgaben und unsichere Förderbedingungen künftig nicht mehr lohnt. Auch nicht bei Hermann Greif aus Pinzberg:
„Bei einer Anlage wie meiner, die 500 kW Gesamtleistung hat, sind es wirklich so, dass ich 500 Kilowatt in der Spitze produzieren kann. Mein Dorf Pinzberg hat 1000 Einwohner und ich kann mit dieser Biogasanlage dieses Dorf knapp mit Strom versorgen. Und das benötigt bei weitem nicht die Fläche, die dieses Dorf hat, sondern wesentlich weniger.“
Lisa Badum sagt im Radio-Bamberg-Interview:
„Es geht tatsächlich um unsere Sicherheit, dass wir hier viele kleine dezentrale Anlagen haben. Es geht um Wertschöpfung. Es ist gerade für Gemeinden, die gerade Haushaltslöcher haben, sind Erneuerbare Energien einfach eine tolle Einnahmequelle und die Bürgerinnen und Bürger können sich wirklich beteiligen. Das heißt, mit Erneuerbaren machen wir uns einfach unabhängiger und das ist wirtschaftlich auch langfristig sehr nachhaltig.“
Bauernverband und Lisa Badum fordern deshalb Änderungen am geplanten Gesetz, damit Biogasanlagen wie die in Pinzberg auch künftig wirtschaftlich betrieben werden können.