Fahndung

Windkraft-Betrüger Holt nach Freigang auf der Flucht

27. August 2026 , 15:42 Uhr

Mit selbstsicherem Auftreten war es Hendrik Holt gelungen, große Konzerne um Millionen zu betrügen. Er flog auf, wurde verurteilt und musste ins Gefängnis. Dorthin kehrte er nun nicht zurück.

Der verurteilte Windkraft-Betrüger Hendrik Holt ist auf der Flucht. Holt sei nicht von einem genehmigten Ausgang in die Justizvollzugsanstalt Berlin zurückgekehrt, teilte die Staatsanwaltschaft Osnabrück auf Anfrage mit. «Mittlerweile liegen Tatsachen vor, aufgrund derer von einer Flucht auszugehen ist», sagte ein Behördensprecher der dpa. Zuvor hatte die «Hannoversche Allgemeine Zeitung» (HAZ) berichtet.

Nach dem 36-jährigen Holt wird nun gefahndet, sagte der Sprecher. Details könne er aber wegen der laufenden Ermittlungen nicht nennen. Klar ist demnach nur, dass der aus dem emsländischen Haselünne stammende Holt am Dienstag nicht von einem Freigang des offenen Vollzugs Berlin zurückkam.

Holt ist 2022 vom Landgericht Osnabrück in mehreren Verfahren zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von fast neun Jahren verurteilt worden. Es ging um bandenmäßigen Betrug, Bestechung, Urkundenfälschung.

Holt, über den es auch eine ARD-Doku gibt («Holt – Der Windkraft-Schwindler»), hatte unter anderem angeblich existierende Windparks an ausländische Stromkonzerne verkauft, die es in Wahrheit gar nicht gab. Zudem hatte er ausländische Diplomaten bestochen, um sich mit einem Diplomatenpass gegen deutsche Strafverfolger immun zu machen.

Quelle: dpa

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