Wie soll´s weitergehen mit der Windkraft in der Region Bamberg-Forchheim?

28. Oktober 2026 , 07:17 Uhr

Wie geht es mit dem Windkraftausbau in den Landkreisen Bamberg und Forchheim weiter? Darüber haben sich Bürgermeister sowie Vertreter aus der Bundespolitik gestern bei einer Windkonferenz in Baunach im Landkreis Bamberg ausgetauscht. Dabei ging es auch um die Frage, wie die Windenergie bei den Menschen vor Ort ankommt. Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Lisa Badum sieht die Entwicklung im Landkreis Bamberg positiv.

„Der Landkreis Bamberg übererfüllt auch die Quote, die wir haben, die den Landkreisen vorgegeben ist und die Menschen sind zufrieden. Also wir hatten zum Beispiel Bürgermeister aus Königsfeld hier, die planen jetzt weitere Windräder, weil die Leute einfach sagen, es bringt Einnahmen in die Gemeinden, es bringt uns vor Ort was. Und am Ende des Tages, wenn wir hier vor Ort was machen, macht uns das als Deutschen natürlich auch freier und unabhängiger in der Außenpolitik.“

Im Landkreis Bamberg sind laut Badum bereits rund 3,2 Prozent der Fläche für Windkraft ausgewiesen oder mit Windrädern bebaut. Allerdings wünschen sich die Kommunen bessere politische Rahmenbedingungen. Bei der Konferenz ging es deshalb auch darum, Erfahrungen auszutauschen und den weiteren Ausbau gemeinsam voranzubringen. Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Lisa Badum fordert deshalb weitere politische Maßnahmen.

„Wir brauchen für Bayern und Baden-Württemberg die Südquote Wind, dass diese ganzen Genehmigungen auch wirklich zu Windprojekten werden. Und wir brauchen weiter einen Netzzugang für erneuerbare Energien. Auch das ist mit den neuen Gesetzen gefährdet. Die Energiewende wird nur funktionieren, wenn wir neue Anlagen ans Netz kriegen. Andernfalls werden wir wieder zurückfallen auf noch mehr Öl und Gas.“

In Baunach im Landkreis Bamberg warten geplante Windräder seit mittlerweile drei Jahren auf ihre Umsetzung. Damals wurden die Anlagen für das Gemeindegebiet beantragt. Auch bei den Menschen vor Ort gibt es laut Bürgermeister Tobias Roppelt Unterstützung für das Vorhaben. Trotzdem konnte mit dem Bau bislang nicht begonnen werden. Bei der Windkonferenz in Baunach hat Roppelt deshalb deutlich gemacht, worauf es aus seiner Sicht jetzt ankommt.

Die Windkonferenz ist Teil einer regelmäßigen Gesprächsreihe, bei der sich Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus den Landkreisen Bamberg und Forchheim mit Vertretern der Bundespolitik austauschen. Ziel ist es, Erfahrungen zu teilen und den Windkraftausbau in der Region gemeinsam voranzubringen.

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