Musikikone am Pranger

Weltstar Julio Iglesias weist Missbrauchsvorwürfe zurück

16. Januar 2026 , 10:16 Uhr

Julio Iglesias war jahrzehntelang ein Musik-Weltstar. Zuletzt war es um den Spanier still geworden. Mit der Ruhe ist es aber jäh vorbei.

Der spanische Schlager-Weltstar Julio Iglesias hat Vorwürfe der sexuellen Übergriffe zurückgewiesen. «Ich bestreite, jemals eine Frau missbraucht, unter Druck gesetzt oder respektlos behandelt zu haben. Diese Anschuldigungen sind absolut falsch und machen mich sehr traurig», schrieb der 82-Jährige auf Instagram. 

Zwei frühere Angestellte des Sängers hatten über sexuelle Übergriffe, Beleidigungen, Demütigungen, Gewaltanwendung und Zwangsarbeit «in einem Umfeld ständiger Kontrolle und Belästigung» geklagt, wie die spanische Digitalzeitung «elDiario.es» und der spanischsprachige US-TV-Sender Univisión Noticias berichtet hatten. 

Iglesias gab sich kämpferisch. «Ich habe noch nie so viel Boshaftigkeit erlebt, aber ich habe noch die Kraft, die Menschen über die ganze Wahrheit zu informieren und meine Würde angesichts einer so schweren Beleidigung zu verteidigen», schrieb er.

Ermittlungen wurden eingeleitet

Gegen Iglesias sei eine entsprechende Anzeige bei der Staatsanwaltschaft am Nationalen Gerichtshof in Madrid eingereicht worden, teilte die Behörde der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit. Man habe Ermittlungen eingeleitet. Die Justiz wollte dpa zu den Ermittlungen keine weiteren Details nennen. Dies diene auch dem Schutz der möglichen Opfer. Weitere Details werde man deshalb bis auf weiteres nicht veröffentlichen. Iglesias selbst hatte Anfragen von Medien tagelang unbeantwortet gelassen. 

Bei den betroffenen Frauen handelt es sich nach Angaben von «elDiario.es» und Univisión Noticias um eine frühere Haushaltshilfe und eine ehemalige Physiotherapeutin des Künstlers. Die mutmaßlichen Taten sollen sich demnach im Jahr 2021 in zwei Villen von Iglesias in Punta Cana in der Dominikanischen Republik sowie in Lyford Cay auf den Bahamas ereignet haben.

Opfer berichten in Videos detailreich und weinend

In Videos berichten die beiden mutmaßlichen Opfer, die von «elDiario.es» und Univisión Noticias «Laura» genannt werden, aber anonym bleiben, detailreich und zum Teil weinend von schrecklichen Erlebnissen. Iglesias habe ihr «Leben zerstört». Die Aussagen seien von Bekannten und Ärzten der beiden Frauen bestätigt worden.

Quelle: dpa

 

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