Nach einem Geisterfahrer-Unfall auf der A70 mit vier Schwerverletzten geht die Polizei von einem Mordversuch des Fahrers aus. Der 46jährige sitzt aktuell in Untersuchungshaft. Bei Oberhaid im Landkreis Bamberg war der Wagen des Mannes am Freitag gegen zwei andere Autos geprallt, darunter ein Fahrschulauto. Insgesamt wurden vier Menschen schwer verletzt, darunter der Geisterfahrer selbst. Aber warum gehen die Ermittlungsbehörden von einem Mordversuch aus? Oliver Barnert, Pressesprecher des Polizeipräsidium Oberfranken:
„In der Regel passieren die Geisterfahrten ja versehentlich. Jetzt in dem Einzelfall war es eben so, dass wir im Zuge der Ermittlungen Hinweise darauf hatten, dass er bewusst aufgefahren ist und deswegen auch den Zusammenstoß mit anderen Fahrzeugen in Kauf genommen hat. Und deswegen auch dieser schon heftige Tatvorwurf, der hier im Raum steht. Über die Ermittlungsdetails kann ich jetzt aber zum aktuellen Zeitpunkt keine Angaben machen.“
Die Kripo Bamberg sucht weiter nach Zeugen, auch um herauszufinden, wo der 46-Jährige mit einem silbergrauen Seat auf die Autobahn fuhr. Insbesondere wird aktuell noch der Fahrer eines LkW gesucht, der am Freitag gegen 18.30 Uhr von dem am Unfall beteiligten Fahrschulauto überholt worden ist.