Hype um Rapper Pitbull

Warum junge Frauen plötzlich Glatze tragen

17. Juli 2026 , 06:00 Uhr

Der US-amerikanische Rapper Pitbull trägt schon fast immer Glatze. Jetzt tun es auch seine Fans - mit großer Ambition.

Der amerikanische US-Rapper Pitbull aka Mr. Worldwide erlebt gerade einen Hype. Das liegt am Comeback der 2000er, an Pitbulls Klassikern wie «Hotel Room Service» oder «Timber», die bei vielen Millennials nostalgische Erinnerungen an verschwitzte Clubnächte hervorrufen. Das liegt aber auch an Pitbulls Frisur, beziehungsweise seiner Nicht-Frisur: Der Rapper trägt Glatze – und viele seiner Fans tun es inzwischen auch. 

Auf den Konzerten des in Miami geborenen Musikers, der eigentlich Armando Christian Pérez heißt, hat sich ein ungewöhnlicher Dresscode eingebürgert: Die Fans verkleiden sich als Pitbull und tragen weißes Hemd, Sonnenbrille, schwarze Krawatte und Glatzenkappe. Einige mahlen sich ein Ziegenbärtchen auf.

So viele Glatzenkappen wie noch nie

Bei einem Konzert während des British Summer Time Festivals im Londoner Hyde Park am 10. Juli wurde sogar ein Weltrekord aufgestellt. Nach Angaben des Guinness Buch der Rekorde war es die größte Versammlung an Menschen mit Glatzenkappen. Rund 22.100 Menschen beteiligten sich demnach. «We did it Bald-Es» (Wir haben es geschafft Bald-Es), rief der Musiker seinen Fans von der Bühne aus begeistert zu. Bald-Es ist eine Selbstbezeichnung der Fans und eine Anspielung auf das englische Wort «Baldies» für Glatzköpfe. 

Der Trend macht sich auch beim Kostümgeschäft Deiters bemerkbar. Seit letztem Jahr gebe es eine erhöhte Nachfrage an Glatzenperücken, sagte Inhaber Herbert Geiss der Deutschen Presse-Agentur. Das Unternehmen sei davon extrem überrascht gewesen. Vor allem bei jungen Frauen seien die Fake-Glatzen beliebt. «Dass der Trend sich in diesem Jahr so fortführt, freut uns sehr. Wir haben genug „Glatzen“ und die passenden Outfits da», so Geiss.

Wer sich für Pitbulls Auftritte am Samstag auf dem Lollapalooza-Festival in Berlin oder am Sonntag in Düsseldorf im Rahmen seiner «I’m Back Tour» also noch ausrüsten will, hat gute Chancen. Ob der Weltrekord aus London geknackt werden kann?

Quelle: dpa

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