Warnung vor dreister Betrugsmasche – Betrügerische Spendensammler mit mobilen Kartenlesegeräten

17. Februar 2026 , 16:08 Uhr

Seit Dezember 2025 registriert die oberfränkische Polizei vermehrt Fälle betrügerischer Spendensammler auf Parkplätzen von Drogerien, Verbrauchermärkten und Baumärkten. Die Täter nutzen mobile Kartenlesegeräte und verursachten bislang einen Schaden von über 4.000 Euro. Die Polizei warnt eindringlich vor dieser Masche.

Wie gehen die Betrüger vor?

Die Täter sprechen Passanten gezielt an und bitten um eine vermeintlich geringe Spende – häufig angeblich für soziale Einrichtungen. Anschließend zücken sie mobile Kartenlesegeräte oder behaupten, eine Spende sei ausschließlich per Kartenzahlung möglich.

Die Geschädigten bestätigen in gutem Glauben einen kleinen Betrag. Auf dem Display werden jedoch höhere Summen oder zusätzliche Nullen eingegeben, ohne dass die Betroffenen dies vor der Bestätigung überprüfen. Erst später fällt bei der Kontrolle der Kontoauszüge die deutlich höhere Abbuchung auf.

Was ist in Oberfranken bekannt?

In Oberfranken sind bislang sechs Fälle bekannt geworden. Der jüngste ereignete sich am vergangenen Mittwoch, 11.02.2026, in Lichtenfels. Auf dem Parkplatz eines Baumarktes sprachen zwei vermeintliche Bettler einen Mann an und baten um eine Spende für eine Taubstummeneinrichtung. Als er fünf Euro in bar geben wollte, lehnten sie ab und bestanden auf Kartenzahlung. Der Mann bestätigte die Zahlung – später stellte er fest, dass statt fünf Euro fast 1.000 Euro abgebucht worden waren.

Die Polizei appelliert dringend an die Bevölkerung, bei spontanen Spendenaktionen im öffentlichen Raum besonders wachsam zu sein. Die Täter nutzen gezielt die Hilfsbereitschaft und Gutgläubigkeit der Menschen aus.

Präventionstipps der Polizei:

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