Kundgebung bei Stadtwerken Bamberg am Vormittag

02. Februar 2026 , 14:43 Uhr

Der bundesweite Warnstreik der Gewerkschaft Verdi läuft, die Busse der Stadtwerke Bamberg stehen still. Am Vormittag haben sich die Beschäftigten außerdem zu einer Kundgebung versammelt. Ihre Forderungen fasst der stellvertretende Bezirksgeschäftsführer von ver.di Oberfranken-West, Dirk Schneider, am Rande der Kundgebung zusammen:

„Wir fordern eine Entgeltsteigerung von 670 Euro. Das klingt erst mal sehr viel, aber lässt sich gut begründen. Wir haben zwei Tarifverträge des öffentlichen Dienstes bei den Stadtwerken auch. Im Energie-, im Wasser-, im Bäderbereich haben wir den TVV und eben den TVN im Nahverkehr. Und da gibt es eine mittlere Differenz von knapp 670 Euro. Die wollen wir natürlich verringern.“

Doch warum kommt es genau jetzt zum Warnstreik? Dazu sagt Schneider:

„Wir haben seit drei Jahren nicht gestreikt, wir haben versucht im letzten Jahr außerhalb des Streiks Kompromisslösungen bei Verhandlungen mit dem KAV Bayern für bessere Regelungen im TVN Bayern zu finden. Das hat leider überhaupt nicht gefruchtet und jetzt fängt das leider an Ultima Ratio Streik auch, um die Arbeitgeber zu bewegen, dass sie auf unsere Forderungen einfach konstruktiv zugehen.“

Noch bis 20 Uhr haben die Stadtwerke einen Notfahrplan eingerichtet. In welche Richtungen die Busse unterwegs sind, weiß Pressesprecher Jan Giersberg:

„Einmal Richtung Gartenstadt-Bambados-Bahnhof, der zweite Richtung Wunderburg-ZOB-Gereuth. Der dritte hoch auf den Kaulberg Richtung Klinikum und Süd-West und die vierte Linienverbindung heute über die Konzerthalle nach Gaustadt.“

Bis zur nächsten Verhandlungsrunde am 13. Februar hofft ver.di auf ein Entgegenkommen der Arbeitgeber, andernfalls sind weitere Streiks möglich.

Das könnte Dich auch interessieren

15.04.2026 Bamberger Rathaus-Affäre: Rückzahlungen nicht möglich Die Bamberger Rathaus-Affäre beschäftigt weiter die Justiz. Wie der Fränkische Tag aktuell berichtet, hat sich vor dem Verwaltungsgericht Bayreuth bestätigt, dass über Jahre hinweg fragwürdige und teils illegale Sonderzahlungen an Mitarbeiter gängige Praxis waren. Im Mittelpunkt stand jetzt die Frage, ob die Stadt Bamberg zu viel gezahltes Geld zurückfordern kann. Die Richter machten jedoch deutlich: 15.04.2026 Blitzmarathon in der Region Bamberg-Forchheim Heute ist wieder Blitzmarathon, der 13. inzwischen. Dann kontrolliert die Polizei wieder 24 Stunden lang verstärkt die Geschwindigkeit auf den Straßen, beispielsweise im Schulumfeld der Kapuzinerstraße in Bamberg, dort gilt Tempo 30. In der Region Bamberg/Forchheim gibt es insgesamt 24 angekündigte Messstellen, zum Beispiel auf der B4 in Rattelsdorf oder der B470 in Behringersmühle. Bemerkenswert 14.04.2026 Historisches Tropfhaus in Lisberg soll neues Leben bekommen In Lisberg im Landkreis Bamberg wird ein besonderes Stück Geschichte wiederbelebt: Ein jahrhundertealtes Tropfhaus soll nach jahrzehntelangem Leerstand saniert werden. Die sogenannten Tropfhäuser dienten früher als einfache Unterkünfte für Handwerker und Tagelöhner – und gelten heute als seltene Zeugnisse früher Wohnformen. Bürgermeister Michael Bergrab betont die Bedeutung für die Region: In dieser ursprünglichen Form seien 14.04.2026 Bamberger Informatikerin erhält wichtigen Kommunikationspreis Die Bamberger Informatikerin Ute Schmid wird mit dem Communicator-Preis 2026 ausgezeichnet. Das haben die Deutsche Forschungsgemeinschaft und der Stifterverband mitgeteilt. Der Preis gilt als wichtigste Auszeichnung für Wissenschaftskommunikation in Deutschland und ist mit 50.000 Euro dotiert. Schmid lehrt an der Universität Bamberg und leitet das Zentrum für Künstliche Intelligenz. Die Jury würdigt sie als Brückenbauerin