Der bundesweite Warnstreik der Gewerkschaft Verdi läuft, die Busse der Stadtwerke Bamberg stehen still. Am Vormittag haben sich die Beschäftigten außerdem zu einer Kundgebung versammelt. Ihre Forderungen fasst der stellvertretende Bezirksgeschäftsführer von ver.di Oberfranken-West, Dirk Schneider, am Rande der Kundgebung zusammen:
„Wir fordern eine Entgeltsteigerung von 670 Euro. Das klingt erst mal sehr viel, aber lässt sich gut begründen. Wir haben zwei Tarifverträge des öffentlichen Dienstes bei den Stadtwerken auch. Im Energie-, im Wasser-, im Bäderbereich haben wir den TVV und eben den TVN im Nahverkehr. Und da gibt es eine mittlere Differenz von knapp 670 Euro. Die wollen wir natürlich verringern.“
Doch warum kommt es genau jetzt zum Warnstreik? Dazu sagt Schneider:
„Wir haben seit drei Jahren nicht gestreikt, wir haben versucht im letzten Jahr außerhalb des Streiks Kompromisslösungen bei Verhandlungen mit dem KAV Bayern für bessere Regelungen im TVN Bayern zu finden. Das hat leider überhaupt nicht gefruchtet und jetzt fängt das leider an Ultima Ratio Streik auch, um die Arbeitgeber zu bewegen, dass sie auf unsere Forderungen einfach konstruktiv zugehen.“
Noch bis 20 Uhr haben die Stadtwerke einen Notfahrplan eingerichtet. In welche Richtungen die Busse unterwegs sind, weiß Pressesprecher Jan Giersberg:
„Einmal Richtung Gartenstadt-Bambados-Bahnhof, der zweite Richtung Wunderburg-ZOB-Gereuth. Der dritte hoch auf den Kaulberg Richtung Klinikum und Süd-West und die vierte Linienverbindung heute über die Konzerthalle nach Gaustadt.“
Bis zur nächsten Verhandlungsrunde am 13. Februar hofft ver.di auf ein Entgegenkommen der Arbeitgeber, andernfalls sind weitere Streiks möglich.