Die Sperre der B 279 in Reckendorf im Landkreis Bamberg wegen einer Baustelle treibt Pendler, Anwohner und Betriebe auf die Barrikaden. Die Hauptstraße ist seit Monaten dicht. Aus normalen vier Kilometern zwischen Reckendorf und Baunach werden über die offizielle Umleitung über Rentweinsdorf und Mürsbach 24 Kilometer einfach. Deshalb fordern Betroffene in einer online-Petition jetzt: eine Ampel anstelle einer Vollsperrung und eine einseitige Verkehrsführung. Reckendorfs Bürgermeister Manfred Deinlein sagt dazu im Radio Bamberg Interview, dass das nicht einfach ist: „Die Wasserversorgung liegt jetzt neu in der Mitte einer Fahrbahn. Wenn ich von dieser Fahrbahn aus das östlich gelegene Haus anschließe, dann habe ich nur drei Meter von der Hausgrenze bis zur Fahrbahnmitte. Wenn ich aber das auf der anderen Seite gelegene Haus anschließe, dann muss ich sowohl in der Fahrbahn, in der ich bin, das Loch aufmachen, als auch aufgraben zum benachbarten Haus rüber. Und dann ist die Straße einfach vollkommen gesperrt.“ Da funktioniere eben keine Ampelregelung. Man könne nicht die Leute durchfahren lassen, sie müssten außen rumfahren, so Deinlein weiter. Die Baustelle besteht noch etwa zwei Jahre.