Viele Apotheken wegen Protesttag geschlossen

23. März 2026 , 05:38 Uhr

Ibuprofen, Antibiotika oder Blutdruckmedikamente – wer heute in der Region Bamberg-Forchheim eine Apotheke besucht, könnte vor verschlossenen Türen stehen. Bundesweit hat die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände zum Streik aufgerufen. Hintergrund: Die Apotheken fordern mehr Geld für die Abgabe verschreibungspflichtiger Medikamente. Die aktuellen Preise reichen nach ihrer Ansicht nicht mehr, um die steigenden Kosten zu decken, erklärt der Forchheimer Apotheker Elmar Rank im Radio Bamberg-Interview:

„Wir möchten weiterhin hier da sein und weiterhin die Möglichkeit haben, die Patienten beziehungsweise unsere Kunden zu versorgen. Und das können wir mit den zukünftigen Mitteln nicht mehr. Folge wäre auch, wir müssten Mitarbeiter entlassen. Und für die Bevölkerung würde es eine richtige Verschlechterung ihrer Lage bedeuten, weil, einer fehlt wieder. Das ist wie bei dem Tante Emma Laden, der auf dem Land ist. Der ist dann auch nicht mehr da. Dann muss ich weitere Wege in Kauf nehmen.“

Nicht alle Apotheken sind vom Streik betroffen – einige haben nur am Vormittag oder Nachmittag geschlossen. Für dringende Fälle stehen wie gewohnt die Notdienst-Apotheken in der Region Bamberg-Forchheim zur Verfügung.

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