Raumfahrtunternehmen

Verteidigung aus dem All bringt OHB Wachstumschancen

19. März 2026 , 11:16 Uhr

Rekordaufträge und große Pläne - der Raumfahrtkonzern OHB blickt zufrieden auf seine Geschäfte. Was hinter den aktuellen Zahlen steckt und wovon das Unternehmen besonders profitiert.

Die steigende Nachfrage nach Raumfahrt- und Verteidigungstechnologie sorgt beim Bremer Raumfahrtkonzern OHB für Wachstum. Der Auftragsbestand liege mit knapp 3,2 Milliarden Euro so hoch wie nie zuvor, teilte das Unternehmen bei der Vorstellung seiner Bilanz für das Geschäftsjahr 2025 mit. Im Vorjahr lag der Gesamtwert aller Aufträge demnach bei rund 2,4 Milliarden Euro. 

Die meisten Aufträge kommen aus dem Bereich Space Systems (Raumfahrtsysteme), in dem es etwa um die Entwicklung und den Bau von Satelliten geht. 

Weltraum wird für Verteidigung wichtiger

Das Thema Verteidigung spiele eine immer größere Rolle, sagte OHB-Chef Marco Fuchs bei der Bilanzpressekonferenz in Bremen. Diese Entwicklung biete weitere Wachstumsperspektiven für das Unternehmen. Deutschland habe einen neuen strategischen Ansatz für die Raumfahrt und plane Investitionen von 35 Milliarden Euro für militärische Weltrauminfrastruktur, sagte er. Zudem habe die europäische Raumfahrtbehörde Esa ein Rekordbudget und auch die Europäische Union investiere stark in Verteidigung und Raumfahrt.

Wichtige Geschäftszahlen von OHB SE: 

Auf das laufende Geschäftsjahr und die Zukunft blickt der Konzern zuversichtlich. Dank der vollen Auftragsbücher und der großen Nachfrage gebe eine gute und langfristige Planungssicherheit, hieß es.

OHB ist eines der führenden Raumfahrtunternehmen Europas. Der Konzern hat rund 3.800 Beschäftigte in verschiedenen Ländern, davon arbeiten rund 1.300 in Bremen. Der zweite Standort in Deutschland ist Oberpfaffenhofen bei München. OHB ist börsennotiert. Für das Geschäftsjahr 2025 wollen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Dividende von 0,60 Euro je Aktie vorschlagen. Die Gründerfamilie Fuchs hält mit rund 65 Prozent den Großteil der Aktien.

Quelle: dpa

 

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