Literatur

Verse für düstere Zeiten: Michel Houellebecqs neues Buch

04. März 2026 , 12:49 Uhr

Mehr als zehn Jahre hat Michel Houellebecq keine Gedichte veröffentlicht. Nun schreibt der notorische Provokateur wieder: «Ich weiß, das Ende wird traurig sein.»

«Wir haben uns dem Punkt ohne Wiederkehr genähert, der endgültigen Zerstörung, dem Morgen des letzten Tages (…). So heißt es in freier Übersetzung in Michel Houellebecqs neuem Gedichtband «Combat toujours perdant» (Der stets verlorene Kampf). Mehr als zehn Jahre nach seiner letzten Lyrikveröffentlichung kehrt der französische Autor (70) damit zu seinen literarischen Ursprüngen zurück – düster und lakonisch.

Beim Kölner DuMont Verlag, der Houellebecqs Werke in Deutschland veröffentlicht, rechnet man mit einer deutschen Ausgabe. Ein Erscheinungstermin steht allerdings bislang nicht fest.

«Ich weiß, das Ende wird traurig sein.» Rund vierzig Gedichte in Vers und Prosa zeichnen ein Panorama aus Melancholie, Müdigkeit und Endzeitstimmung, das auch Houellebecqs Romane seit jeher prägt – von «Elementarteilchen» bis zu «Karte und Gebiet», für das er den renommierten französischen Literaturpreis Prix Goncourt erhielt.

Bereits in den frühen 90er Jahren veröffentlichte Houellebecq Gedichte, teils in literarischen Zeitschriften, teils in Sammelbänden. Sechs der Gedichte finden sich auf dem Album «Souvenez-vous de l’homme» (Erinnert euch an den Menschen), das in Frankreich am 6. März erscheint. Es umfasst zwölf Titel, in denen Houellebecq seine Texte zu Musik des Komponisten Frédéric Lo rezitiert.

Quelle: dpa

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