Großeinsatz auf A3 in Bayern

«Lauter Knall» - Spezialisten sprengen Fund auf Autobahn 3

30. Januar 2026 , 12:38 Uhr

Polizisten entdecken nachts in einem Wagen auf der A3 in Bayern eine mögliche Explosionsgefahr. Eine Frau und ein Mann werden festgenommen - und Stunden später knallt es wirklich.

Spezialisten haben einen verdächtigen Fund auf der Autobahn 3 bei Regensburg kontrolliert gesprengt. Experten des bayerischen Landeskriminalamts (LKA) hätten die Detonation um 8.45 Uhr am Fundort ausgelöst, sagte ein Polizeisprecher. «Es war ein lauter Knall.» Eine Frau und einen Mann, die im Wagen unterwegs waren, hatten die Beamten zuvor festgenommen. Das Landeskriminalamt übernahm die Ermittlungen in dem Fall.

Sperrung führt zu langen Staus

Die Autobahn war am Freitag nach dem nächtlichen Fund stundenlang, auch während der Hauptverkehrszeit, in beide Richtungen gesperrt. Auf der A3 und der nahegelegenen Bundesstraße 8 mussten Autofahrerinnen und Autofahrer wegen der resultierenden Staus viel Geduld mitbringen. 

Erst am späteren Vormittag rollte der Verkehr zumindest wieder in eine Fahrtrichtung, sagte eine Polizeisprecherin. Rund um den Fundort waren Beamte aber immer noch mit der Suche nach weiteren Spuren beschäftigt. In Richtung Passau konnte der Verkehr deshalb erst gegen Mittag wieder rollen.

Fund im Auto war für einen Abtransport zu gefährlich

Laut LKA handelte es sich bei dem Fund im Auto mutmaßlich um Sprengstoff. Weil die Spezialisten einen Abtransport für zu gefährlich hielten, entschieden sie sich für eine Sprengung auf der Autobahn. Details zum Fund nannte ein Sprecher zunächst nicht.

Polizisten hatten das Auto in der Nacht auf Freitag auf der A3 bei Wiesent (Landkreis Regensburg) kontrolliert. Am Steuer saß demnach eine Frau, auf dem Beifahrersitz ein Mann. Ob es sich um eine verdachtsunabhängige oder gezielte Kontrolle handelte, blieb zunächst unklar. Im Wagen entdeckten die Beamten gegen zwei Uhr morgens kurz vor der Ausfahrt Wiesent/Wörth an der Donau dann «sprengstoffverdächtige Gegenstände». Ein größeres Polizeiaufgebot sicherte den Einsatzort daraufhin großräumig ab.

Die Hintergründe des Vorfalls blieben zunächst unklar. Ein LKA-Sprecher ging jedoch zunächst davon aus, dass es sich nicht um ein Verfahren im Bereich des Staatsschutzes handelt – unter dem Begriff «Staatsschutz» laufen Ermittlungen zu politisch motivierten Straftaten. Die Reste des gesprengten Gegenstands sollen von LKA-Experten analysiert werden.

Quelle: dpa

 

Das könnte Dich auch interessieren

30.01.2026 Autobahn 3 nach Sprengung und Sperrung wieder frei Wegen eines mutmaßlichen Sprengstofffunds brauchen Pendlerinnen und Pendler auf der A3 am Morgen viel Geduld. Erst seit der Mittagszeit läuft der Verkehr wieder. 30.01.2026 Sprengstoff auf der A3? Was wir wissen und was nicht Bei einer Verkehrskontrolle auf der A3 wird mutmaßlich Sprengstoff entdeckt. Was bisher bekannt ist – und welche Fragen offen bleiben. 29.01.2026 Schüsse auf SEK - Spurensicherung sucht mit Metalldetektoren Es gleicht einer Suche nach der Nadel im Heuhaufen - nur dass es in diesem Fall Schnee ist. Die Verdächtigen sitzen bereits in U-Haft. Nun soll es mehr Erkenntnisse zu ihrer filmreifen Flucht geben. 28.01.2026 Männer stehlen Fahrzeug bei Überfall auf Autobahnparkplatz Auf einem Parkplatz an der A6 wird ein Mann während seiner Rast von zwei Unbekannten bedroht. Sie nehmen ihm Wertgegenstände weg, stehlen sein Auto und flüchten. Die Polizei sucht nach den Männern.