Der Valeo-Standort Ebern im Kreis Haßberge bleibt bis auf weiteres erhalten. Das haben Betriebsrat und die Gewerkschaft IG Metall mitgeteilt. Die 770 Beschäftigten sind der Geschäftsführung weit entgegengekommen, sagte Andrea Sicker von der IG Metall:
„Die Beschäftigten haben sich entschieden, das Angebot aus dem Freiwilligenprogramm anzunehmen und in eine Transfergesellschaft zu wechseln. Knapp 40 Beschäftigte aus dem Bereich Forschung und Entwicklung wechseln nach Erlangen. Die Beschäftigten müssen nicht alle auf einmal gehen. Sie scheiden sukzessive bis 2028 aus dem Unternehmen aus. Am Ende des Tages ist und bleibt es aber ein schmerzhafter Personalabbau.“
Das sei ein Kompromiss, der von beiden Seiten Zugeständnisse verlangt habe, so Sicker weiter:
„Der vom Unternehmen geforderte Lohnverzicht konnte in den Verhandlungen nahezu halbiert werden und es wird unter anderem ein neues Produkt am Standort platziert. Die Beschäftigten haben Verantwortung übernommen und leisten eine Anschubfinanzierung bis 2030, um den Standort in dieser Zeit für die Zukunft aufzustellen.“
Jetzt sei Valeo am Zug, die gemachten Zusagen einzuhalten und das Vertrauen der Belegschaft zurückzugewinnen, heißt es von der IG Metall. Die vereinbarten Maßnahmen soll ein Zukunftsbeirat begleiten.