Am Valeo-Standort in Ebern werden 139 Arbeitsplätze abgebaut. Wie Betriebsrat und IG Metall mitteilen, soll dies sozialverträglich und ohne betriebsbedingte Kündigungen erfolgen. Möglich wird das unter anderem durch ein Freiwilligenprogramm und interne Versetzungen. 39 Beschäftigte wechseln an den Standort Erlangen.
Gleichzeitig ist ein Ergänzungstarifvertrag vereinbart worden. Die verbleibenden Beschäftigten erhalten demnach eine Beschäftigungssicherung bis Ende 2030, mit einem Nachlauf bis 2032. Betriebsbedingte Kündigungen sind in diesem Zeitraum ausgeschlossen, die Ausbildung bleibt erhalten.
Teil der Vereinbarung ist außerdem ein neues Montageprodukt: der sogenannte Gear-Box-Actuator (GBA). Dazu kommen Investitionszusagen und die Aussicht auf weitere Produktplatzierungen ab 2030. Die Komponentenfertigung in Ebern soll als Kernkompetenz in der Gummi- und Metallverarbeitung gestärkt werden.
Im Gegenzug müssen die Beschäftigten Einschnitte hinnehmen. Die ursprünglich von Valeo geforderten Lohnkostensenkungen von 25 Millionen Euro bis 2030 konnten laut IG Metall auf knapp die Hälfte reduziert werden. Unter anderem werden dafür die Jahressonderzahlungen angepasst und ab 2027 zwei zusätzliche Wochenstunden gearbeitet.
Ein paritätisch besetzter Zukunftsbeirat soll nun die Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen begleiten. Betriebsrat und IG Metall sehen trotz des weiteren Stellenabbaus eine Perspektive für den Standort – und fordern Valeo auf, die zugesagten Investitionen und Produktentwicklungen umzusetzen.