Hoher Besuch heute in Bamberg: Auf Einladung der Sozialstiftung Bamberg ist der Botschafter der Republik Usbekistan, Dilshod Akhatov, in die Stadt gekommen. Auf dem Programm standen Gespräche mit Vertretern der Sozialstiftung, der Wirtschaft und Oberbürgermeister Sebastian Niedermaier. Außerdem trug sich der Botschafter ins Goldene Buch der Stadt Bamberg ein.
Im Mittelpunkt des Austauschs standen unter anderem die Zusammenarbeit im Sozial- und Gesundheitsbereich sowie Möglichkeiten für wirtschaftliche Kooperationen. Der Botschafter sagte dazu:
„Natürlich sind die Themen Fachkräftebeschaffung, berufliche Ausbildung, duale Ausbildung, Hochschulbildung, Partnerschaft, aber auch Industriebranchen wie Automobilindustrie, elektrotechnische Industrie, Nahrungsmittelindustrie, Bier, Brauereien und so weiter, aber auch Tourismus natürlich.“
Bamberg könne dabei von seinen Erfahrungen und bestehenden Strukturen profitieren und diese auch für eine Zusammenarbeit mit Usbekistan einbringen. Auch die Sozialstiftung Bamberg sieht Potenzial für eine engere Kooperation. Michael Springs, Geschäftsführer der Bamberger und Neumarkter Akademien, erklärte gegenüber Radio Bamberg:
„Wir sind seit drei Jahren mit dem Thema Usbekistan beschäftigt über unsere Partnerunternehmen in Neumarkt, weil die usbekische Botschaft großes Interesse daran zeigt ihr Gesundheitssystem analog oder mit Ideen aus Deutschland zu bereichern und aufzubauen.“
Ein nächster Schritt ist bereits geplant: In der kommenden Woche reist eine Delegation der Sozialstiftung Bamberg nach Usbekistan. Dort soll sie an einer Konferenz teilnehmen, bei der unter anderem die Bereiche Pflege und Ausbildung im Mittelpunkt stehen. Auch auf kommunaler und wissenschaftlicher Ebene sieht Oberbürgermeister Sebastian Niedermaier Anknüpfungspunkte für eine weitere Zusammenarbeit. Im Radio Bamberg Interview sagte er:
„Ja, dass wir ganz viele Gemeinsamkeiten haben und gemeinsam stärker sind. Also, dass wir viele, viele Berührungspunkte haben, sei es jetzt über die Sozialstiftung, sei es aber auch über die Themen Robotik, KI-Anwendung, KI-Kompetenzzentren, die sie ja auch gerade am Aufbauen sind, viel mit deutschen Unternehmen, aber auch mit unserem Uni-Standort viele gemeinsame Verbindungen hätten und wir hier wirklich große Synergieeffekte heben können.“
Usbekistan hat rund 39 Millionen Einwohner, etwa 60 Prozent der Bevölkerung sind jünger als 30 Jahre. Für Bamberg und die Sozialstiftung ergeben sich dadurch insbesondere im Bereich Ausbildung und Fachkräftesicherung weitere Anknüpfungspunkte für den Austausch.