Weltmeisterschaft

FIFA äußert sich ausführlich zu Balogun-Entscheidung

07. Juli 2026 , 01:46 Uhr

Nach der Roten Karte für US-Stürmerstar Balogun gibt es viel Wirbel. Die FIFA erklärt in langen Sätzen, warum sie eine Sperre in eine Bewährungsstrafe umwandeln durfte - aber nicht, warum sie es tat.

Der Fußball-Weltverband FIFA hat sich erstmals ausführlich zu seiner umstrittenen Entscheidung geäußert, die Sperre von US-Stürmer Folarin Balogun zur Bewährung auszusetzen. In 13 Absätzen erklärte die FIFA noch vor dem Anpfiff der Partie gegen Belgien die Abläufe aus ihrer Sicht. 

Sie argumentierte zudem, warum sie das Recht dazu hatte, die automatische Mindestsperre von einer Partie zur Bewährung auszusetzen und dem besten Angreifer des WM-Mitgastgebers so einen Einsatz im Achtelfinale gegen Belgien in Seattle zu ermöglichen. 

FIFA verweist auf Recht, Strafe anzupassen

Die FIFA argumentiert, dass Baloguns Rote Karte Bestand habe und auch die automatische Sperre von einer Partie, die eine solche Tatsachenentscheidung nach sich zieht. Die Entscheidung zur Roten Karte war demnach nicht falsch. Die FIFA habe aber das Recht, eine Strafe anzupassen und zur Bewährung auszusetzen.

Zum Warum, diesen Schritt zu gehen, gab es in der langen Stellungnahme nur einen Satz: «Die Aussetzung der Vollstreckung der genannten Sperre wurde unter Berücksichtigung aller besonderen Umstände des Vorfalls sowie der verfügbaren Beweismittel beschlossen.» Was die besonderen Umstände sind und auf welche Beweismittel sich die FIFA stützte, wurde nicht mitgeteilt. 

Kritik nach Anruf von Trump bei Infantino

Balogun hatte beim 2:0 der USA im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina eine Rote Karte gesehen. In der Situation hatte der Videoschiedsrichter eingegriffen, zunächst gab es für die Aktion nur Freistoß. Nach Roten Karten ist ein Spieler automatisch für die folgende Partie gesperrt. 

Einen Tag vor dem Achtelfinale zwischen den USA und Belgien wurde bekannt, dass die FIFA die Sperre zur Bewährung aussetzt. Für harsche Kritik sorgte insbesondere, dass es zuvor ein Telefonat zwischen US-Präsident Donald Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino gegeben hatte. 

Quelle: dpa

 

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