Urteil nach gefährlicher Aktion an ICE-Strecke rechtskräftig

24. September 2025 , 10:53 Uhr

Aus Protest gegen die staatlichen Corona-Schutzmaßnahmen bringen Aktivisten 2021 einen ICE in Unterfranken zu einer Schnellbremsung – einer der Beteiligten wird dafür mit einer Haftstrafe büßen.

Mehr als viereinhalb Jahre nach der gefährlichen Aktion an der Bahnstrecke Gemünden-Waigolshausen ist das Urteil gegen den Gegner der staatlichen Corona-Maßnahmen rechtskräftig. Das Bayerische Oberste Landesgericht in Bamberg habe die Revision des Angeklagten gegen ein Urteil des Landgerichts Würzburg verworfen, teilte ein Gerichtssprecher mit.

Der 41-Jährige – nach eigener Aussage vehementer Kritiker der damaligen Corona-Schutzmaßnahmen – war laut Gerichtsurteil aus Protest gegen die Auflagen an der Schnellbremsung beteiligt. Im Februar verurteilte ihn eine Würzburger Kammer wegen Nötigung zu einem Jahr und vier Monaten Freiheitsstrafe.

Zwar könne nicht bewiesen werden, dass der Mann am Tattag auch am Tatort war, so das Gericht damals. Allerdings sei eine Beteiligung des 41-Jährigen an der Planung der Aktion nachgewiesen, etwa weil sein Auto an der Bahnstrecke gesehen worden sei.

Die mutmaßliche Komplizin des Angeklagten wurde mangels Beweisen freigesprochen. Der vierfache Vater legte gegen die Entscheidung Revision ein – er hatte eine Tatbeteiligung abgestritten.

Der 41-Jährige war nach Überzeugung des Gerichts am 6. Januar 2021 daran beteiligt, fünf an Holzlatten befestigte Plakate über die Gleise aufzustellen. Auf den Transparenten war unter anderem in roter Farbe geschrieben zu lesen: «Achtung Gleisbruch 2km» und «Diesmal Fake».

Ein aus Schweinfurt kommender ICE mit 62 Fahrgästen durchfuhr eine dieser Konstruktionen mit einer Größe von etwa 1,50 mal 4,50 Meter. Verletzt wurde niemand. Die Ermittler gingen rasch davon aus, dass Gegner der Corona-Maßnahmen für die Aktion verantwortlich sein könnten.

Das könnte Dich auch interessieren

28.09.2026 Stadt Bamberg scheitert mit Rückforderung von 82.000 Euro Die Stadt Bamberg kann rund 82.000 Euro, die sie 2019 an einen ehemaligen städtischen Beamten ausgezahlt hatte, nicht zurückfordern. Das hat das Verwaltungsgericht Bayreuth entschieden, schreibt der Fränkische Tag. Das Urteil ist inzwischen rechtskräftig. Der ehemalige Beamte hatte zwischen 2004 und 2017 insgesamt 2.800 Überstunden angesammelt, die ihm 2019 als Sonderzahlung vergütet wurden. Allerdings waren 28.08.2026 Mordprozess um Katina K. wird neu aufgerollt Es ist ein Fall, der die ganze Region bereits seit 2024 beschäftigt: Die verschwundene Sex-Arbeiterin Katina K. und die Frage, was mit ihr passiert ist. Jetzt steht fest: der Prozess geht in eine neue Runde. Das teilt das Landgericht Bamberg aktuell mit. Am 12. Oktober startet am Landgericht Bamberg die Neuverhandlung gegen den 74-jährigen Joseph 11.08.2026 Mädchen auf den Philippinen missbraucht: Ingenieur muss sieben Jahre ins Gefängnis Nachdem die Zentralstelle zur Bekämpfung von Cyber-Kriminalität bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg die Hintergründe aufgedeckt hat, ist ein 54-jährigen Diplom-Ingenieur aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt wegen jahrelangen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs über das Internet zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Der Mann hatte gestanden, über WhatsApp einem acht Jahre alten Mädchen auf den Philippinen jahrelang Anweisungen zu sexuellen 11.08.2026 Prozessstart in Bamberg Besonders schwere räuberische Erpressung und gefährliche Körperverletzung wird zwei jungen Männern vorgeworfen, die heute in Bamberg vor Gericht stehen. Ein 21-jähriger und ein 23-jähriger sollen Ende Februar dieses Jahres einen Mann in seiner Wohnung in Bamberg gewaltsam dazu gebracht haben, ihnen rund 95 Gramm Marihuana zu übergeben. Dabei waren, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft, auch