Ein sogenannter „Trainsurfer“ kletterte im Bamberger Hauptbahnhof auf einen Regionalzug und erlitt dabei einen Stromschlag. Der junge Mann musste mit zahlreichen Verletzungen in ein Klinikum eingeliefert werden.
Am Mittwochnachmittag (11. Juni) alarmierten Zeugen gegen 15:45 Uhr die Polizei über einen Vorfall am Gleis 3. Diese hatten zuvor einen lauten Knall gehört und anschließend einen jungen Mann im Gleis sitzend entdeckt.
Eine Streife der Bundespolizei sowie zahlreiche andere Einsatzkräfte trafen dort auf einen 19-jährigen Deutschen, der sich selbst als „Trainsurfer“ bezeichnete. Durch die Spurenlage vor Ort stellte sich heraus, dass der junge Mann auf einen Regionalzug geklettert war und während der Einfahrt des Zuges in den Bamberger Hauptbahnhof mit einer Stromverbindung zwischen zwei Personenwagen in Berührung kam. Dabei erlitt er einen Stromschlag mit rund 1000 Volt Spannung und stürzte ins Gleisbett. Vielfache Verbrennungen und Abschürfungen waren die Folge.
Aufgrund der erforderlichen Gleissperrungen war der Bahnverkehr im Bamberger Hauptbahnhof zeitweise beeinträchtigt. Der betroffene Zug musste zur technischen Überprüfung in ein Bahnbetriebswerk verbracht werden.
Der 19-Jährige Mann aus Thüringen muss sich nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr verantworten.
Die Bundespolizei warnt in diesem Zusammenhang ausdrücklich vor dem lebensgefährlichen Aufenthalt in und an den Gleisen. Das Mitfahren auf Zügen ist lebensgefährlich!