Hitzewelle und Klimawandel

Umweltminister ruft wegen Trockenheit zum Wassersparen auf

10. Juli 2026 , 11:17 Uhr

Die nächste Hitzewelle steht vor der Tür. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber sieht zwar keinen unmittelbaren Grund zur Sorge, einen Appell an die Menschen hat er dennoch.

Vor der zweiten Hitzewelle des Sommers ruft Umwelt- und Verbraucherschutzminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) die Menschen in Bayern zum Wassersparen auf. Als Begründung nannte er die niedrigen Grundwasserbestände und die anhaltende Trockenheit. «Jeder verantwortungsvolle Umgang mit Wasser hilft dabei, unsere natürlichen Ressourcen zu schonen», sagte er. Inwiefern konkrete Wassersparmaßnahmen erforderlich würden, müssten die Behörden vor Ort anhand der jeweils konkreten Situation entscheiden.

Generell zeigten die Hitzeperioden und die wenigen Niederschläge in diesem Jahr, dass die Folgen des Klimawandels zunehmend auch in Bayern spürbar seien. «Die gute Nachricht: Die Wasserversorgung ist in Bayern aktuell gesichert. Die anhaltende Trockenheit führt zu niedrigen Abflüssen und Grundwasserständen. Das kann lokal und punktuell auch zu Einschränkungen von Nutzungen führen», betonte Glauber. 

Brunnen abgeschaltet

Zuletzt hatte die Stadt München wegen des deutlichen höheren Trinkwasserverbrauchs «Notmaßnahmen» zum Wassersparen ergriffen. Zehn der 150 Zierbrunnen, die am meisten Wasser verbrauchen, wurden abgeschaltet. «Dies spart 43 Prozent des gesamten Wasserverbrauchs aller Brunnen ein», sagte die Stadt. Weitere 56 Brunnen sollen weniger lang in Betrieb sein, um Wasser zu sparen. 

Im Frühjahr ist nach Angaben der Stadt wegen historisch niedriger Niederschläge wenig Grundwasser neu gebildet worden, deshalb könne für die Versorgung weniger Wasser entnommen werden. Auch die Niederschläge der vergangenen Wochen hätten laut den Stadtwerken München quasi nichts an der Situation geändert.

Bewässerungsverbot in Landau

Ein Bewässerungsverbot hatte jüngst die Stadt Landau an der Isar ausgerufen. Das Verbot umfasst die Bewässerung von Rasen- und Grünflächen sowie Sport- und Reitplätzen. Auch Pool-Befüllungen und privates Autowaschen sind bis auf weiteres nicht erlaubt. Mehrere andere bayerische Kommunen appellierten in den vergangenen Tagen an ebenfalls an ihre Bürger, sparsam mit Trinkwasser umzugehen.

Quelle: dpa

Das könnte Dich auch interessieren

30.06.2026 Wasserversorgung am Limit - München stellt Brunnen ab Wegen der Hitze verbrauchen die Münchner viel mehr Trinkwasser - so viel, dass die Stadt jetzt «Notmaßnahmen» zum Wassersparen ergreift. Was geplant ist - und wie es um die Versorgung steht. 26.06.2026 Main-Wasser zeitweise 30 Grad warm - auch Donau im Fokus Am Main wurden erstmals in diesem Jahr 30 Grad Wassertemperatur gemessen. Das kann für Tiere und Pflanzen zum Problem werden. 25.06.2026 Darum ist die Hitze für Main und Donau kritisch Bei Wassertemperaturen jenseits der 25-Grad-Marke fühlen sich viele Menschen pudelwohl. Etlichen Tieren und Pflanzen in den Gewässern geht es dagegen mit jedem Grad mehr zunehmend schlechter. 06.07.2026 Was die Trinkwassersuche am Ammersee mit Erdgas zu tun hat Unter der Gemeinde Reichling wird Erdgas vermutet. Das sorgt schon lange für Streit. Nun wird es noch komplizierter, weshalb Politiker vor Ort eine Forderung an Wirtschaftsminister Aiwanger richten.