Erstmals haben Jugendliche bei einer U18-Wahl in Bayern digital abgestimmt. Der Testlauf verlief laut des Bayerischen Jugendrings ohne Probleme, die Wahlbeteiligung verdoppelte sich mit mehr als 30.000 jungen Menschen im Vergleich zu 2020 nahezu. «Die rege Beteiligung ist ein starkes Zeichen für unsere Demokratie», teilte Bayerns Jugendministerin Ulrike Scharf (CSU) mit.
Die U18-Wahl ist eine Wahlsimulation, die das politische Interesse der nicht wahlberechtigten unter 18-Jährigen wecken und zeigen soll, wie diese abstimmen würden.
Das Ergebnis: Ginge es nach den 14- bis 17-Jährigen, würde die CSU bei der Kommunalwahl demnach die meisten Bürgermeister- und Landratsposten bekommen. Die SPD folgte an zweiter Steller. An dritter Stelle kamen beim Bürgermeisteramt die Grünen, beim Landratsamt die Freien Wähler. Die Simulation war auf die Wahl der Bürgermeister und Landräte beschränkt.
Erfreulich sei, dass die Kandidatinnen und Kandidaten aus Parteien der demokratischen Mitte gestärkt aus der diesjährigen U18-Wahl hervorgehen, kommentierte der Präsident des Bayerischen Jugendrings, Philipp Seitz, das Ergebnis. In rund 350 analogen Wahllokalen der Jugendarbeit, an Schulen und in Rathäusern konnten die jungen Menschen ihre Stimme abgeben.
In neun Kommunen und einem Landkreis konnten sie diesmal erstmals auch digital von zu Hause wählen. «Indem wir bei den U18-Wahlen erfolgreich demonstriert haben, dass die digitale Stimmabgabe technisch problemlos, fehlerfrei und sicher klappt, haben wir nicht weniger als die Grundlage für digitale Wahlen der Zukunft gelegt», teilte Bayerns Digitalminister Fabian Mehring (Freie Wähler) dazu mit.
Quelle: dpa