Truth Social

Trump veröffentlichte Privatchats auch schon früher

20. Januar 2026 , 12:27 Uhr

Trump teilt erneut private Nachrichten von internationalen Spitzenpolitikern mit der Öffentlichkeit. Was Macron, Rutte und Selenskyj ihm schrieben.

Dass US-Präsident Donald Trump persönlich an ihn gerichtete Schreiben per Screenshot über sein Online-Sprachrohr Truth Social mit der ganzen Welt teilt, ist immer wieder überraschend – aber nicht neu.

Aktuell veröffentlichte er etwa Textnachrichten des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, in denen dieser ein Treffen der großen westlichen Industrienationen (G7) mit Vertretern der Ukraine, Dänemarks, Syriens und Russlands in Paris vorschlägt.

Rutte bauchpinselt Trump vor diversen Gipfeln

Kurz danach erschien auf dem Truth-Social-Account des US-Präsidenten auch eine private Nachricht von Nato-Generalsekretär Mark Rutte. In dieser heißt es etwa: «Herr Präsident, lieber Donald – was Du in Syrien erreicht hast, ist unglaublich. (…) Ich kann es kaum erwarten, dich zu sehen. Dein Mark.» Auf was sich Rutte in Syrien genau bezog, blieb zunächst unklar. 

Ruttes Nachricht kurz vor den Gesprächen auf dem Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos, an denen auch Trump teilnehmen soll, erinnern an ähnliche Schmeicheleien vor einem Nato-Gipfel, die Trump im Juni 2025 an die Öffentlichkeit brachte.

Seinerzeit hatte er Ruttes Glückwünsche zum damaligen US-Vorgehen im Iran geteilt. «Das war wirklich außergewöhnlich und etwas, das sich sonst niemand getraut hat. Es macht uns alle sicherer», schrieb der Nato-Generalsekretär.

Auch Selenskyi-Nachricht auf Truth Social

Genauso fand eine Privatnachricht des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im September 2024 über Truth Social ihren Weg an die Weltöffentlichkeit.

In einer SMS, die der stellvertretende ukrainische Botschafter in Washington weiterleitete, bat Selenskyj vor seiner US-Reise den damaligen Präsidentschaftskandidaten Trump um ein Treffen in New York: «Ich halte es für wichtig, dass wir persönlich in Kontakt treten und uns hundertprozentig verstehen.» Unterzeichnet war die Nachricht mit «Wolodymyr».

Quelle: dpa

 

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