Ein unbeschwerter Ausflug endete im Juni 2023 für eine Familie im Landkreis Forchheim tragisch: Ein achtjähriger Junge starb, nachdem eine abgestorbene Esche auf den Wanderweg gestürzt war, seine Schwester und die Mutter wurden schwer verletzt.
Das Landgericht Bamberg hat den Grundstücksbesitzer nun zu einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je 60 Euro verurteilt – insgesamt 7.200 Euro. Außerdem zahlte der Mann im Vergleich jeweils 28.000 Euro an die Mutter und die Schwester als Schmerzensgeld.
Der Vorsitzende Richter Alexander Baum betonte die enormen physischen und psychischen Folgen für die Familie: „Ob das jemals irgendwie geheilt werden kann, steht in den Sternen.“ Oberstaatsanwalt Michael Hoffmann wies darauf hin, dass der Baum seit Jahren abgestorben war und Eigentum verpflichtet.
Der Angeklagte, der im Rollstuhl sitzt, zeigte Reue: „Es tut mir aufrichtig leid.“ Die Berufungsverhandlung konzentrierte sich auf die Strafe und die Entschädigung, sodass ein ursprünglich geplanter Ortstermin entfiel und die Familie nicht erneut aussagen musste.