Radsport

Tour: Radprofis kritisieren Hotelzimmer und werden kreativ

14. Juli 2026 , 13:14 Uhr

Schmuddelige Hotelzimmer und Unterkünfte ohne Klimaanlagen: Wie Radprofis der Tour de France mit in die Jahre gekommenen Herbergen umgehen.

Der norwegische Radprofi Anders Halland Johannessen hat die Berichterstattung zum Hotel von Rad-Star Tadej Pogacar für eine eigene Kritik an einer Unterkunft während der Tour de France genutzt. Im Hotel des slowenischen Superstars hatte es trotz brütender Hitze keine Klimaanlage gegeben.

Der 26-jährige Johannessen schrieb auf der Plattform X: «Könnte schlimmer sein, das ist unseres» und schwenkte mit seiner Handykamera in die Ecke des Zimmers. Auf dem Video sind Spinnenweben und Schmutz zu erkennen. Am Ende des Clips ist der Profi mit einem angewiderten Gesichtsausdruck zu sehen. Wo im Zentralmassiv sich das Hotel befindet, ist nicht bekannt.

Kurzerhand wurden die Teamkollegen des bei der Tour kurzzeitig im Gelben Trikot fahrenden und mittlerweile verletzt ausgeschiedenen Torstein Traeen erfinderisch. Ein weiteres Video auf der Plattform Instagram zeigte, wie sie ihre Betten auf dem Hotelbalkon platziert haben und die Nacht im Freien verbringen. Dazu erklärte Johannessen: «Das Innere des Hotels: fragwürdig.» Außen sei es sehr schön. Er schrieb nach der Nacht: «Schlaf 7/7 würde ich weiterempfehlen.»

Tour-Organisatoren verantwortlich für Hotelbuchungen

Die Hotels für die Mannschaften werden von der Tour-Organisation ASO ausgewählt. Pogacar hat zuletzt eine Nacht in einem alten Hotel verbracht, das keine Klimaanlage hat. Allerdings sei das Problem durch eigens mitgebrachte mobile Klimaanlagen und spezielle, kühlende Bettauflagen für die Radprofis gelöst worden.

In der Mitte Frankreichs grassiert eine Hitzewelle. Teilweise werden im Zentralmassiv an die 40 Grad erreicht. Am Sonntag wurde bei der 113. Frankreich-Rundfahrt zum ersten Mal in der Tour-Historie eine Etappe wegen der Hitze verkürzt.

Quelle: dpa

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