Ukraine-Krieg

Tote durch russischen Luftangriff auf Charkiw

13. Januar 2026 , 09:48 Uhr

In Charkiw trifft ein russischer Doppelschlag erst ein Logistikzentrum, dann werden Feuerwehrleute angegriffen. Was ist über die Folgen in der eisigen Nacht bekannt?

Durch einen schweren russischen Luftangriff sind mindestens vier Menschen in der ostukrainischen Großstadt Charkiw getötet worden. Der Militärgouverneur der Region, Oleh Synjehubow, sprach außerdem von mindestens sechs Verletzten. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe wurden auch Kiew, Odessa und andere Städte in der Nacht mit Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern angegriffen.

In dem Vorort von Charkiw wurde nach Angaben der regionalen Staatsanwaltschaft ein Logistikzentrum des Postunternehmens Nowa Poschta zerstört. Die Behörde warf der russischen Armee einen sogenannten Doppelschlag vor: Erst sei das Gebäude mit einer Rakete beschossen worden, wenig später hätten Drohnen auf Feuerwehrleute und Rettungskräfte gezielt. 

Notabschaltungen in Kiew

In der Hauptstadt Kiew wurde nach dem Angriff erneut an vielen Stellen notfallmäßig der Strom abgeschaltet, wie die Stadtverwaltung mitteilte. In den größten Städten der Ukraine müssen derzeit bei strengem Frost Millionen Menschen ohne Strom, Heizung und Wasser ausharren, weil russische Angriffe die Versorgungsnetze gezielt ausgeschaltet haben.

Ihrerseits griff die ukrainische Armee in der Nacht mehrere Orte in Russland mit Drohnen an. Die Behörden des südrussischen Gebiets Rostow bestätigten einen Treffer auf ein Industrieunternehmen in der Stadt Taganrog. Dabei handelte es sich nach Berichten russischer Telegramkanäle um ein Werk, in dem Flugzeuge repariert und Drohnenteile hergestellt werden.

Quelle: dpa

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