Tat im November 2025

Tödliche Zwangsräumung - Zehn Jahre Haft wegen Mordes

11. August 2026 , 10:29 Uhr

Ein Gerichtsvollzieher wird bei einem Einsatz im Saarland erstochen. Die Tat sorgte bundesweit für Entsetzen. Nun wurde das Urteil gesprochen.

Im Prozess um den Tod eines Gerichtsvollziehers hat das Landgericht Saarbrücken den Angeklagten wegen Mordes zu zehn Jahren Haft verurteilt. Das Gericht sah bei dem 42 Jahre alten Deutschen das Mordmerkmal der Heimtücke als erfüllt an. Zudem ordnete das Gericht die Unterbringung des vermindert schuldfähigen Mannes in einem psychiatrischen Krankenhaus an.

Gerichtsvollzieher bei Räumung erstochen

Der Angeklagte hatte den Gerichtsvollzieher in Bexbach (Saarpfalz-Kreis) mit einem Jagdmesser erstochen, als der 58-Jährige eine Zwangsräumung vollstreckte. Die Tat im November 2025 sorgte bundesweit für Entsetzen.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Angeklagte hatte während des Prozesses eine schriftliche Einlassung verlesen lassen. Darin erklärte er, von dem Räumungstermin nichts gewusst zu haben. Aus Angst vor Obdachlosigkeit habe er nach einem Messer gegriffen und zugestochen. «Es war weder geplant noch wollte ich, dass es so eskaliert.» Er habe die Situation als Bedrohung empfunden und befürchtet, angesichts der niedrigen Temperaturen zu sterben.

Verteidigung plädiert auf Totschlag

Die Staatsanwaltschaft hatte 11 Jahre Haft wegen Mordes gefordert. Zudem soll der Angeklagte wegen einer psychischen Erkrankung im Maßregelvollzug untergebracht werden. Die Nebenklage sprach sich für 13 Jahre Haft wegen Mordes und ebenfalls die Unterbringung aus. Die Verteidigung plädierte auf Totschlag und eine Haftstrafe von 5 Jahren. Auch sie geht wegen einer schizophrenen Erkrankung von einer verminderten Schuldfähigkeit aus – und hat die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus beantragt.

Quelle: dpa

Das könnte Dich auch interessieren

11.08.2026 Tod einer deutschen Seglerin – Angeklagter räumt Fehler ein Auf dem Bodensee prallt ein Motorboot trotz klarer Sicht ungebremst gegen ein Segelboot. Eine 57-jährige Deutsche stirbt. Der Unglücksfahrer muss sich in einem Mordprozess verantworten. 11.08.2026 Bewährungsstrafe im Prozess um erhängten Hund «Buddy» Vor dem Amtsgericht Flensburg muss sich ein 38-Jähriger verantworten, weil er den Hund «Buddy» getötet haben soll. Der Fall sorgt für große Anteilnahme in der Stadt. Nun ist das Urteil gefallen. 11.08.2026 Mordprozess - Mann tötet Ehefrau am Geburtstag des Kindes Auf einer Feuertreppe hinter dem gemeinsamen Dönerimbiss soll ein Mann auf seine Ehefrau geschossen haben. Die Staatsanwaltschaft vermutet Eifersucht. Nun beginnt der Mordprozess. 06.08.2026 Frauen betäubt, vergewaltigt, gefilmt - 68-Jähriger gesteht Über Dating-Plattformen soll der Mann seine Opfer kennengelernt und sich öfter auch mal als Kommissar ausgegeben haben. Die Frauen kamen in seine Wohnung. Erschütternde Aufnahmen zeigen, was folgte.