Kriminalität

Todesschüsse auf Hochzeitsfeier - Mordprozess beginnt

21. Januar 2026 , 03:30 Uhr

Ein Mann erschießt einen anderen auf einer Hochzeitsfeier. War ein Streit um Unterhaltszahlungen für seine beiden Kinder der Auslöser?

Auf einer Hochzeitsfeier in Fürth soll ein 27-Jähriger den Vater seiner ehemaligen Lebensgefährtin mit sechs Schüssen getötet haben. Heute (9.00 Uhr) beginnt der Prozess gegen den Franzosen vor dem Landgericht in Nürnberg. 

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm heimtückischen Mord vor. Das Motiv sollen Geldforderungen zwischen den beiden Familien wegen der beiden Kinder des Angeklagten und seiner Ex-Freundin gewesen sein. 

Den Ermittlungen zufolge war der Angeklagte im vergangenen März mit mehreren Verwandten zu der Hochzeitsfeier gegangen, zu der auch das spätere Opfer eingeladen war. Demnach schoss er dort dem 47-Jährigen sechsmal gezielt in den Oberkörper. Dieser starb kurze Zeit später im Krankenhaus. 

Mutmaßlicher Schütze stellte sich der Polizei

Der Verdächtige floh laut Staatsanwaltschaft mit seinen Begleitern nach Frankreich. Dort stellte er sich in derselben Nacht noch der Polizei und räumte die Tat ein. Seitdem hatte er zu den Vorwürfen laut den Ermittlern geschwiegen. Er sitzt seit April in Deutschland in Untersuchungshaft. 

Am ersten Prozesstag sind nach Angaben einer Gerichtssprecherin mehrere Zeugen geladen. Dabei handelt es sich um Polizeikräfte. Die Staatsanwaltschaft benannte außerdem zahlreiche Gäste der Hochzeitsfeier als Zeugen. Außerdem gibt es Videoaufnahmen aus der Festhalle.

Quelle: dpa

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