Feuer in Tiefgarage

Tiefgaragenbrand in Landshut mit weitreichenden Folgen

10. März 2026 , 10:28 Uhr

Massive Rauchentwicklung, Evakuierung und ein flüchtiger Verdächtiger: Der Brand in einer Landshuter Tiefgarage sorgt für einen Großeinsatz. Und Rettungskräfte untersuchen Dutzende Menschen.

Heftiger Rauch beim Brand einer Tiefgarage in Landshut hat zahlreiche Menschen in Mitleidenschaft gezogen. Insgesamt untersuchten die Rettungskräfte 42 Personen, 4 seien ambulant versorgt worden, heißt es im Polizeibericht. Die Bewohner mussten die Anlage verlassen. Die Ermittler halten eine Brandstiftung für möglich. Derzeit werde nach einem schwarz gekleideten Mann gesucht, der sich zu der Zeit in der Tiefgarage aufgehalten habe, teilte das Polizeipräsidium Niederbayern mit.

Zwei Brände in kurzer Zeit

Nach Polizeiangaben brannte am Abend zuerst ein Lieferwagen vor einem Wohn- und Geschäftsgebäude in der Innenstadt. Zeugen hätten das Feuer aber löschen können. Wenig später sei ein brennendes Auto im zweiten Untergeschoss der Tiefgarage gemeldet worden. Das Fahrzeug sei vollständig ausgebrannt, mit massiver Rauch- und Rußentwicklung, so die Polizei. Dadurch seien viele weitere geparkte Autos beschädigt worden.

Getränkemarkt als Notunterkunft

Drei Rettungshubschrauber, rund 120 Feuerwehrleute und 85 Kräfte des Bayerischen Roten Kreuzes waren im Einsatz.

Die Bewohner des Gebäudes mussten ihre Wohnungen verlassen und wurden laut Polizei in einem Getränkemarkt untergebracht. Das Feuer sei knapp zwei Stunden später gelöscht worden. Nach einer gründlichen Lüftung konnten die Menschen der Mitteilung zufolge wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

Hoher Schaden vermutet

Die Polizei schätzt den Schaden allein am Gebäude auf einen sechsstelligen Eurobereich. Die Statik des Hauses sei aber einem Experten zufolge nicht beeinträchtigt. Der Gesamtschaden auch an den Fahrzeugen ist nach Angaben der Ermittler derzeit noch nicht abzuschätzen.

Die Polizei sucht nun nach Zeugen, die in der Tiefgarage Beobachtungen gemacht haben. Gesucht werde nach einem etwa 1,80 Meter großen, schlanken Mann mit schwarzer Kleidung, der einen Hoodie trug und einen blauen Pullover in der Hand hielt.

Quelle: dpa

 

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