Tiefensammler in Bamberg: Vom gelobten Hochwasserschutzprojekt zum ungeliebten Störer

10. Januar 2026 , 07:47 Uhr

Seit etwa 30 Jahren ist er geplant, dieses Jahr soll er kommen! Am Adenauerufer in Bamberg starten im Mai die Bauarbeiten für einen Tiefensammler. Grünes Bamberg setzt sich hierbei für mehr Bürger- und Nachbarschaftsbeteiligung ein und macht deshalb heute eine Ortsbegehung. Interessierte können ab 14 Uhr auf der großen Wiese im Luitpoldhain neben dem Kiosk Kunni zusammenkommen. Von dort startet die Ortsbegehung.

Der familiengeführte Kiosk „Kunni“ am Adenauerufer in Bamberg sieht seine Existenz bedroht. Wegen der geplanten Baumaßnahme soll mindestens vier Jahre lang der Rad- und Fußweg direkt vor dem Kiosk vollständig gesperrt werden. Für Betreiber Kajetan Glückert bedeutet das massive Einbußen bei Sichtbarkeit, Erreichbarkeit und Laufkundschaft.

„Der Kiosk ist damals entstanden, weil es diesen Radweg gibt. Wenn der wegfällt, fehlt uns das zentrale Argument für unsere Existenz“, sagt Glückert. Zwar bleibt der Kiosk über den Kunigundendamm erreichbar, verbindliche Zusagen der Stadt Bamberg zu Pacht, Ausgleichsmaßnahmen oder alternativen Nutzungsmöglichkeiten gibt es bislang jedoch nicht.

Glückert betont, dass ihm die Bedeutung der Hochwasserschutzmaßnahmen bewusst sei. Als Bauherrin und Vermieterin müsse die Stadt aber frühzeitig klare Rahmenbedingungen schaffen. Investitionen und die weitere Planung seien sonst kaum möglich. Ein weiteres Gespräch mit Oberbürgermeister Andreas Starke ist für Januar geplant.

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