Die Supermarktkette Feneberg hat nach eigenen Angaben beim Amtsgericht Kempten ein sogenanntes Schutzschirmverfahren beantragt. «Ziel ist es, das Unternehmen wirtschaftlich nachhaltig neu aufzustellen – bei laufendem Geschäftsbetrieb», teilte das zum Edeka-Verbund gehörende Allgäuer Familienunternehmen Feneberg Lebensmittel GmbH mit. Alle Supermärkte blieben geöffnet.
Feneberg hat mehr als 70 Filialen in Süddeutschland und dem österreichischen Kleinwalsertal, überwiegend im Allgäu und der Bodenseeregion. Mit etwa 3.000 Mitarbeitern erwirtschafte das Unternehmen einen Jahresumsatz von mehr als 500 Millionen Euro, hieß es.
Ein Schutzschirmverfahren ermöglicht im Insolvenzrecht Betrieben, die in finanziellen Schwierigkeiten, aber bisher nicht zahlungsunfähig sind, sich zu sanieren. Die Familie Feneberg hat Stephan Leibold in die Geschäftsführung geholt, der zuvor bereits bei einem Feneberg-Tochterunternehmen als Sanierer tätig war. «In den letzten Jahren wurde bei Feneberg vieles angestoßen, allerdings nicht alles konsequent zu Ende gebracht», sagte Leibold.
Experten der Stuttgarter Kanzlei Grub Brugger unterstützen zudem die Sanierung, die im Laufe des Jahres 2026 abgeschlossen werden soll.
Quelle: dpa