Filmnachwuchs

Studenten-Oscars werden beim Filmfest in Toronto vergeben

14. Mai 2026 , 05:55 Uhr

Jedes Jahr fiebern Nachwuchsregisseure den Studenten-Oscars entgegen. Meistens werden die Preise in Hollywood verliehen, doch diesmal wählt die Oscar-Akademie einen anderen Ort.

   Von Hollywood nach Kanada: Die Studenten-Oscars sollen in diesem Jahr im Rahmen des International Film Festivals (TIFF) in Toronto vergeben werden. Die Verleihung der 53. Student Academy Awards ist dort für den 14. September geplant, wie die Veranstalter bekanntgaben. Die Gewinner sollen im August verkündet werden. 

Gewöhnlich werden die Preise in Hollywood verliehen, doch in den vergangenen beiden Jahren fand die Gala in New York (2025) und in London (2024) statt. Zur Begründung des Standortwechsels hieß es, die Oscar-Akademie werde immer globaler.

«Diese Filmemacher sind die Zukunft unserer Branche und wir freuen uns sehr, ihre Arbeit bei diesem wichtigen internationalen Festival vorzustellen», wurden Akademie-Geschäftsführer Bill Kramer und Akademie-Chefin Lynette Howell Taylor in einer Mitteilung zitiert.

Deutsche Talente unter Gewinnern

Der Studenten-Oscar ist ein begehrter Nachwuchspreis, häufig sind deutsche Talente unter den Gewinnern. Im vorigen Jahr gingen mehr als 3.000 Filmbeiträge von knapp 1.000 Studieneinrichtungen aus aller Welt ein – in Sparten wie «Live-Action-Erzählung», «Animation» und «Dokumentation». Der deutsche Regisseur Tobias Eckerlin holte mit seinem animierten Kurzfilm «A Sparrow’s Song» in der Kategorie «Animation» die Spitzen-Trophäe in Gold. Das Werk des Absolventen der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg basiert auf einer wahren Geschichte.

Sprungbrett nach Hollywood

Mit den Trophäen ehrt die Akademie seit 1972 Auslands-Regisseure und junge Talente von Filmhochschulen in den USA. Alle Preisträger können mit ihren Beiträgen jeweils auch in den Kurzfilm-Sparten beim regulären Oscar-Wettbewerb mitmachen. Der Studenten-Oscar hat sich als Sprungbrett für eine Hollywood-Karriere erwiesen. Regisseure wie John Lasseter («Toy Story»), Spike Lee («Malcolm X»), Robert Zemeckis («Zurück in die Zukunft») und Cary Fukunaga («Keine Zeit zu sterben») zählen zu den früheren Preisträgern.

Quelle: dpa

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