Jetzt wird „Smart City“ für alle Menschen in Bamberg greifbar. Mit der Bamberg-App sowie einer Engagement- und einer Ressourcen-Plattform startet das Digitalisierungsprogramm der Stadt Bamberg im April richtig durch. Die digitalen Anwendungen für Smartphone und Internetbrowser wurden seit April 2023 entwickelt. Sie entstanden im Rahmen des Förderprogramms „Modellprojekte Smart Cities“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen.
Digitalisierungsreferent Dr. Stefan Goller:
„Wir haben hier die Gelegenheit mit Bundesfördermitteln und einem nur geringen Eigenanteil aus dem städtischen Haushalt tolle Projekte für die Bambergerinnen und Bamberger auf den Weg zu bringen. Jetzt geht Smart City wirklich richtig los.“
Den offiziellen Startschuss gab es gestern im Stadt:Raum, als Dr. Goller, Smart-City-Programmleiter Sascha Götz und Dritter Bürgermeister Wolfgang Metzner die drei Anwendungen symbolisch in Betrieb nahmen.
„Die Bamberg App als solche, ist wirklich ein Fundus an Informationsmöglichkeiten über die Stadtverwaltung, über Veranstaltungen in Bamberg, über aktuelle Nachrichten, über das Miteinander in Bamberg, Bildung und Kultur, Ferienportal. Ich kann nur empfehlen, diese App herunterzuladen.“ sagt Metzner gegenüber Radio Bamberg.
Eine zentrale Anwendung, die digitale Services der Stadtverwaltung und nützliche Informationen zum Leben in Bamberg bündelt. Die Bamberg-App lässt sich personalisieren, sodass sie nur das anzeigt, was den Nutzerinnen und Nutzern wichtig ist, beispielsweise Neuigkeiten aus dem Rathaus, Entsorgungstermine für die eigene Adresse oder Veranstaltungen.
Engagement in Bamberg zu stärken, darum geht es bei Bamberg-Miteinander.de. Die Plattform ermöglicht Vereinen und Initiativen, sich zu präsentieren und von denen gefunden zu werden, die sich gerne engagieren würden. Ein Mitwirk-O-Mat hilft Unentschlossenen dabei, die passende Gruppe für sich zu finden. Auch können neue Gruppen gegründet werden, um sich gemeinsam für etwas einzusetzen. Zudem bietet Bamberg-Miteinander.de nützliche Werkzeuge zur Zusammenarbeit, unter anderem Chats und Videokonferenzen, das Teilen und gemeinsame Bearbeiten von Dokumenten oder auch eine Funktion für Projektmanagement.
Bei der Raum- und Materialplattform BamBörsla geht es nicht um Kauf und Verkauf, sondern um temporäres Teilen, Gemeinschaft und ein lebendiges Bamberg. Die leerstehende Ladenfläche, die zwischenzeitlich als Pop-Up Galerie oder Kursraum umgenutzt wird. Das Vereinsheim, das für Privatfeiern oder Veranstaltungen gebucht wird. Die Audioanlage, die für das Benefizkonzert ausgeliehen wird. Oder die spezielle Säge, die der Hobby-Handwerker für ein Projekt borgt.
Smart-City-Programmleiter Sascha Götz:
„Jetzt kann man in Bamberg Werkzeuge, Materialien oder Räume im Internet einstellen und andere können die finden und mieten und den Kontakt zu den Eigentümern aufnehmen. Und das ist letztlich auch eine sehr nachhaltige Sache.“
Die Anwendungen wurden nicht als fertige Lösungen kommerzieller Anbieter eingekauft, sondern in Open Source entwickelt. Das bedeutet, dass der Code veröffentlicht wird, sodass andere ihn nutzen oder auch weiterentwickeln können. Durch den Einsatz dieser Anwendungen werden Kommunen wie Bamberg unabhängiger von teuren Lizenzprodukten und können die Sicherheit ihrer Daten selbst im Blick behalten.
Am 1. April 2026 findet zwischen 13 und 18 Uhr eine Informationsveranstaltung zu den drei Anwendungen auf dem Maxplatz statt. An drei Ständen stehen Mitarbeitende vom Programm Smart City bereit, um Fragen zu den Anwendungen beantworten oder diese direkt am Laptop oder Handy vorzustellen.
Mehr Informationen sind zu finden unter www.smartcity.bamberg.de