Nach den zum Teil heftigen Unwettern steht Bayern laut Deutschem Wetterdienst ein eher unruhiger Tag bevor: Die Meteorologen erwarten landesweit einen Mix aus Sonne und Wolken, im Süden mit im Laufe des Tages wieder steigendem Schauer- und Gewitterrisiko. In der Nordhälfte des Freistaats stehen demnach lediglich einzelne Schauer und Gewitter in Aussicht.
Es bleibt jedoch warm: Für die Südhälfte sagt der Wetterdienst Höchstwerte von 25 bis 29 Grad voraus, in Unterfranken könnte es westlich des Spessarts sogar bis zu 30 Grad warm werden. Für den Donnerstag steht im Norden wieder mehr Sonne in Aussicht, im Süden zumindest mehr Sonne als Wolken.
Am Dienstag hatte es vor allem in Franken heftige Unwetter gegeben, besonders betroffen war die Region rund um Nürnberg, wo Sturm und dicke Hagelkörner die Gewitter begleiteten. Die Feuerwehr musste am Abend zu mehr als 1.000 Einsätzen ausrücken – wegen umgestürzter Bäume, überfluteter Straßen, abgedeckter Dächer und vollgelaufener Keller. Mehrere Menschen wurden demnach von Bäumen eingeklemmt. Es gab mehrere Verletzte.
Am Nürnberger Flughafen wurde der Flugbetrieb zeitweise eingestellt. Einsatzkräfte mussten nach Angaben des Flughafens unter anderem umgestürzte Bäume beseitigen und sich um Schäden an Dächern sowie Wasserschäden kümmern. Drei Flüge wurden demnach umgeleitet, vier weitere verspäteten sich.
Der Dienstag war in Bayern der zweit-blitzreichste Tag des Jahres, wie aus Daten des Blitz-Informationsdienst Aldis/Blids hervorgeht. Insgesamt zählten die Experten 2.312 Einschläge im Freistaat. 2026 gab es bisher nur am 29. Juni mehr. Damals waren es 2.577.
Blitzzahlen können sich je nach Methode unterscheiden. Aldis/Blids zählt nur Wolke-Erde-Blitze und dabei sogenannte Flashes – wenn der Blitz flackert, wird dies dabei nur als ein Blitz gezählt.
Die Auswirkungen des Unwetters vom Vortag reichen bis in den Mittwoch: An der Grundschule Röthenbach an der Pegnitz am Forstersberg im Landkreis Nürnberger Land fällt der Präsenzunterricht wegen Windbruchs und umgestürzter Bäume aus, wie das Bayerische Kultusministerium mitteilte.
Quelle: dpa