Knapp 1,299 Milliarden Euro Elterngeld ist im Vorjahr an Eltern in Bayern ausgezahlt worden. Das ist etwas weniger als im Jahr zuvor. 2024 flossen rund 1,317 Milliarden Euro nach Bayern, wie aus dem Jahresbericht des Zentrums Bayern Familie und Soziales hervorgeht.
Die Behörde begründete das mit einem erneuten Geburtenrückgang in Bayern. Nach Angaben des Landesamts für Statistik wurden 2025 in Freistaat 110.564 Kinder lebend geboren, das waren 3.801 Geburten weniger als im Jahr zuvor.
Das Elterngeld ist ein Einkommensersatz für Mütter und Väter, wenn sie für die Kinderbetreuung eine Auszeit von der Arbeit nehmen. Die Einkommensgrenze liegt für Geburten ab dem 1. April 2025 bei 175.000 Euro. Das Elterngeld beträgt in der Regel 65 Prozent des vorherigen Nettolohns des Beziehers. Der Mindestbetrag sind 300, der Höchstbetrag 1.800 Euro im Monat. Die Sätze wurden seit 2007 nicht angepasst.
Das Zentrum Bayern Familie und Soziales mit Hauptsitz in Bayreuth hat im Vorjahr insgesamt rund 3,1 Milliarden Euro ausbezahlt. Die Leistungen stammen aus Bundesmitteln, Landesmitteln und aus Fördertöpfen der Europäischen Union. Der größte Teil der Mittel fließt in die Familienförderung. Es gibt aber auch Geld für behinderte Menschen und für Gewaltopfer.
Quelle: dpa