Fußball-WM

Sieg gegen Irak: Senegal wahrt Chance auf WM-Zwischenrunde

26. Juni 2026 , 23:04 Uhr

Im dritten Vorrundenspiel feiert Senegal den ersten Erfolg bei dieser WM und darf auf das Weiterkommen hoffen. Für den Irak endet das Turnier mit einer weiteren Enttäuschung.

Mit einem Kantersieg hat Senegal seine Chance auf den Einzug in die K.-o.-Phase der Fußball-Weltmeisterschaft deutlich verbessert und das WM-Abenteuer von Außenseiter Irak vorzeitig beendet. In Überzahl kamen die Westafrikaner beim 5:0 (1:0) zu ihrem ersten Erfolg beim XXL-Turnier und dürfen mit drei Punkten und einer positiven Tordifferenz (+2) auf einen Platz im Sechzehntelfinale hoffen.

Vor 43.036 Zuschauern erzielten Habib Diarra (4. Minute), Ismaila Sarr (56.), Pape Gueye (59./71.) und Iliman Ndiaye (82.) die Tore für den ursprünglichen Afrika-Cup-Gewinner, dem der Titel mehrere Wochen nach dem siegreichen Skandal-Finale gegen Marokko vom Kontinentalverband aberkannt worden war. 

Wie vor 40 Jahren: Kein Punkt für Irak

Für die Iraker, die nach einer frühen Roten Karte für Rebin Sulaka (14.) lange in Unterzahl spielen mussten, endete die zweite WM-Teilnahme nach 1986 genauso wie die Premiere vor 40 Jahren: Sie müssen nach drei Vorrunden-Niederlagen ohne Erfolgserlebnis die Heimreise antreten. Die Mannschaft des australischen Trainers Graham Arnold hatte sich als letztes der 48 Teams für die Endrunde qualifiziert.

Wie schon in den vorangegangenen Duellen mit Norwegen (1:4) und Frankreich (0:3) kämpfte der Asienmeister von 2007 leidenschaftlich, war letztlich aber chancenlos. Da half auch die lautstarke Unterstützung der tausenden irakischen Fans im Toronto-Stadion nichts.

Früher Platzverweis nach VAR-Eingriff

Zumal Senegal gleich die erste Chance zur frühen Führung nutzte. Einen Kopfball von Abdoulaye Seck – einer von fünf neuen Spielern in der Startelf im Vergleich zum 2:3 gegen Norwegen – verlängerte Diarra ins Netz. Und es kam noch schlimmer für den Außenseiter. 

Nach einem Foul von Sulaka an Senegals Stürmerstar Sadio Mané zückte Schiedsrichter Anthony Taylor zunächst die Gelbe Karte. Doch dann meldete sich der VAR – und der englische Referee gab nach Ansicht der Videobilder wegen einer Notbremse Rot. 

Den anschließenden Freistoß von Mané, der viele Jahre in der Premier League beim FC Liverpool und in der Saison 2022/23 für den deutschen Rekordmeister Bayern München spielte, entschärfte Iraks Torwart Ahmed Basil mit einer Glanzparade. 

Senegal belohnt sich für Steigerung

In Überzahl geriet der Favorit erst recht nicht in Verlegenheit, konnte sich vor der Pause aber kaum Chancen erarbeiten. Nach gut einer halben Stunde verzog Ismail Jakobs knapp. In der Nachspielzeit zielte auch Mané zu ungenau. Mehr passierte zunächst nicht.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte der Favorit den Druck und kam prompt zum zweiten Tor. Nach schöner Vorarbeit von Lamine Camara traf Sarr. Nur drei Minuten später legte der kurz zuvor eingewechselte Gueye mit einem Traumschuss in den Winkel nach. 

Iraks Ersatztorwart Jalal Hassan, der den verletzten Basil mit Beginn der zweiten Halbzeit ersetzte, war auch beim zweiten Treffer von Gueye chancenlos. Noch deutlicher machte es Ndiaye, der den Schlusspunkt setzte.

Quelle: dpa

 

Das könnte Dich auch interessieren

23.06.2026 Norwegen im Rausch: Haaland knipst und rudert Stürmerstar Erling Haaland führt die Norweger ins Sechzehntelfinale. Gelingt nun noch der Gruppensieg? Die Skandinavier sind vor dem Duell mit Titelanwärter Frankreich in Jubelstimmung. 26.06.2026 Erholen, besprechen, werben: Debatte um feste WM-Trinkpausen Bei der WM gibt es pro Spielhälfte eine zusätzliche Pause. Sie wird längst nicht nur dafür genutzt, wofür sie offiziell da ist. Eine vielschichtige Diskussion ist entbrannt. 25.06.2026 Nächster deutscher WM-Gegner: Acht Optionen bleiben Die Anzahl der möglichen DFB-Gegner hat sich in der Nacht beinahe halbiert. Schottland wird nach dem 0:3 gegen Brasilien zu einer konkreten Option. Von ursprünglich 495 Szenarien verbleiben noch 246. 25.06.2026 Das war die WM-Nacht: Brasilien tanzt, Südafrika feiert Brasilien schießt sich warm für die K.-o.-Phase der WM, Co-Gastgeber Mexiko gelingt eine perfekte Gruppenphase. Südafrika schreibt Geschichte und auch Bosnien-Herzegowina ist noch länger dabei.