Seniorin in Burgebrach um ihre Ersparnisse gebracht - Polizei warnt erneut vor "Schockanruf"

15. Januar 2026 , 06:18 Uhr

Es ist keine neue Masche, aber sie funktioniert immer wieder. In Burgebrach im Landkreis Bamberg ist eine 83-Jährige im Oktober auf einen sogenannten Schockanruf hereingefallen. Eine Betrügerin hatte sich als Polizistin ausgegeben, ihre Tochter hätte einen Unfall verursacht und sie müsse eine Kaution bezahlen. In ihrer Angst übergab die Seniorin ein Kuvert mit rund 100.000 Euro an eine unbekannte Abholerin. Für die Familie ein Schock, sagt Tochter Heidi Lenhart im Radio-Bamberg-Interview:

“Meine Mutter hat mich angerufen und hat gefragt, wo ich bin, ob ich in Sicherheit bin. Und dann habe ich schon gewusst, das ist ein Betrugsfall gewesen und habe gleich die Polizei angerufen. Und es war einfach schrecklich, schrecklich. Panik im ganzen Körper und Verzweiflung, weil ich habe meine Eltern aufgeklärt, aber das hat nichts gebracht.”

Die Betrugsmasche ist nicht neu und auch kein Einzelfall, so die Polizei Oberfranken. Hauptkommissarin Theresa Porzelt erklärt, wie man sich schützen kann:

“Die Polizei fordert nie Bargeld am Telefon. Legen Sie bei so einem Anruf direkt auf. Geben Sie niemals Informationen über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse preis und übergeben Sie niemals Geld bzw. Wertgegenstände an Unbekannte. Informieren Sie sofort die Polizei über die 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt oder Sie Opfer geworden sind.”

Außerdem rät Porzelt, in der Familie ein Kennwort zur Identifizierung am Telefon zu vereinbaren.

 

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