Bundespräsidentenwahl

Schwesig: «Ich schätze Ilse Aigner»

05. November 2026 , 16:37 Uhr

Für die künftige Besetzung des höchsten Amtes in der Bundesrepublik wünscht sich auch Mecklenburg-Vorpommerns SPD-Regierungschefin Manuela Schwesig eine Frau. Die Stimmen für Ilse Aigner mehren sich.

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) kann sich Ilse Aigner (CSU) als Bundespräsidentin vorstellen. «Für mich ist ganz klar, dass wir uns zukünftig eine Frau im Amt des Bundespräsidenten wünschen, also eine Bundespräsidentin, und ich schätze Ilse Aigner», sagte Schwesig in Schwerin. 

Schwesig ist nicht die erste SPD-Politikerin, die sich positiv zur Personalie Aigner positioniert. Zuvor hatte sich die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) klar für die CSU-Politikerin als künftige Bundespräsidentin ausgesprochen.

«Ich kenne Ilse Aigner schon sehr lange, habe immer hervorragend mit ihr zusammengearbeitet», sagte Rehlinger der Deutschen Presse-Agentur in Saarbrücken. «Ilse Aigner ist bodenständig, sehr erfahren und genießt überparteilich hohes Ansehen. Sie wäre eine sehr gute Bundespräsidentin.»

Bundespräsidentenwahl im Januar

Das neue Staatsoberhaupt wird am 30. Januar 2027 von der Bundesversammlung gewählt, die sich aus den 630 Bundestagsabgeordneten und genauso vielen Wahlleuten aus den Ländern zusammensetzt. Amtsinhaber Frank-Walter Steinmeier darf nach zwei Amtszeiten nicht noch einmal antreten. Das Vorschlagsrecht hat die Union, bisher hat sie noch niemanden als Kandidatin oder Kandidaten offiziell benannt.

Die CSU unterstützt eine Kandidatur von Aigner. Auch mehrere einflussreiche CDU-Politiker haben sich inzwischen offen für Aigner ausgesprochen, darunter alle drei ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten. Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz hatte sich für eine Frau als Bundespräsidentin ausgesprochen, aber noch keinen Namen genannt.

Quelle: dpa

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