Mit ganz viel Mut will der FC Augsburg die nur schwer lösbare Aufgabe beim FC Bayern München in der Fußball-Bundesliga angehen. «Ich bin grundsätzlich ein Optimist. Ich glaube, es beeinflusst einen extrem, wenn man schlechte Gedanken hat», sagte Baum vor dem Duell am Samstag (15.30 Uhr/Sky) zwischen seinem Tabellen-15. und dem nach 18 Spieltagen immer noch ungeschlagenen Spitzenreiter aus München. «Es geht nicht darum, dass wir uns Gedanken um Schadensbegrenzung machen.»
Baum will couragierte Augsburger sehen, die «ekelhaft in Zweikämpfen» auftreten und wenn möglich bei der Mannschaft von Trainer Vincent Kompany den «Rhythmus brechen». Es handle sich aber sicher um eine «knackige Aufgabe», räumte Baum ein, der schon einige Partien gegen den deutschen Rekordmeister hinter sich hat.
«Einmal übel hatte ich schon mit 0:6, einmal ganz gut hatte ich auch schon mit Augsburg beim 1:1», erinnerte er an die Jahre 2017 und 2018, als es einmal eine Klatsche und einmal ein verdientes Remis gab.
Baum verlangt an der Isar von seiner Mannschaft ein hohes Maß an Flexibilität. «Wir brauchen so ein Schweizer Taschenmesser-Prinzip. Je nachdem wer auf dem Platz ist, ist es die Säge oder die Schere oder was es auch immer ist, was wir ausklappen müssen», beschrieb er bildhaft.
Personell muss Baum im Vergleich zum 2:2 gegen den SC Freiburg umbauen. Noahkai Banks wird nach seiner fünften Gelben Karte fehlen, für ihn könnte in der Abwehr der Schweizer Cedric Zesiger beginnen.
Ein Einsatz von Mittelfeldspieler Kristijan Jakic, der sich gegen Freiburg in der Halbzeit auf der Treppe im Spielertunnel eine Wadenverletzung zuzog, ist offen. «Die Wade ist immer noch hart», berichtete Baum und meinte lachend: «Bei Bayern gibt es noch ein paar mehr Stufen, wenn man auf den Platz geht.»
Quelle: dpa