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Schwarze Komödie - «How to Make a Killing: Todsicheres Erbe»

06. April 2026 , 13:49 Uhr

Töten, um zu erben – aus dieser makabren wie vielversprechenden Idee macht «How to Make a Killing: Todsicheres Erbe» eine Satire über Gier, Herkunft und sehr kreative Formen der Problemlösung.

Es geht um 28 Milliarden Dollar – ein stattliches Erbe. Doch dafür müssten zunächst all jene Cousins, Onkel und Tanten, die im Stammbaum des Clans Redfellow vor Beckett stehen, das Zeitliche segnen. Warum auf das Ableben der anderen warten, wenn man dem Schicksal ein wenig nachhelfen kann? 

«How to make a Killing: Todsicheres Erbe» ist der zweite Langfilm von John Patton Ford und stellt Becket Redfellow (Glen Powell) in den Mittelpunkt. Der junge Mann verfügt alles, was man für einen Aufstieg braucht: Witz, Stil, Bildung und Charme. Nur das Vermögen, das ihm nach eigener Überzeugung eigentlich zusteht, bleibt ihm verwehrt. 

Ein Leben am Rand der Dynastie

Die Geschichte wird aus der Perspektive des Protagonisten erzählt, der bereits im Todestrakt sitzt – ein Ausgangspunkt, der von Beginn an klarmacht, wohin die Reise führt. Seine Mutter Mary, einst Erbin des gewaltigen Redfellow-Imperiums, wurde bei Beckets Geburt von der einflussreichen Familie verstoßen, weil sie sich weigerte, das Kind eines wenig erfolgreichen Musikers abzutreiben. Sie zog ihn allein in einfachen Verhältnissen groß und starb früh.

So wächst Becket in Pflegefamilien auf, geprägt von Entbehrung und dem Gefühl, um sein Erbe gebracht worden zu sein. Als Erwachsener arbeitet er in einem Herrenausstatter, doch der Gedanke an die Welt der Redfellows lässt ihn nicht los. Aus dem Kindheitstraum wird eine Obsession: seinen Platz im Familienimperium einzunehmen.

Sieben Hindernisse auf dem Weg nach oben

Zwischen ihm und dem Vermögen stehen allerdings sieben Verwandte – ein Hindernis, das Becket zu radikalen Lösungen treibt. Während ein Redfellow nach dem anderen in Unfällen ums Leben kommt, muss er zugleich zwischen neuer Liebe, alter Jugendliebe und wachsender Skrupellosigkeit balancieren.

Die Mordsequenzen sind einfallsreich und mitunter fast verspielt inszeniert, sodass trotz der Vielzahl an Todesfällen kaum Monotonie aufkommt. Stattdessen entfaltet der Film ein makabres Vergnügen, das von der kreativen Vielfalt seiner «Unfälle» lebt: Ein Broker verunglückt auf dem Jetski, ein Künstler kommt in seinem Fotolabor ums Leben, eine andere ereilt ihr Schicksal ausgerechnet beim Wellness.

Makaberer Charme und unerwartete Wendungen

Das Vorbild von «How to Make a Killing: Todsicheres Erbe» ist der britische Klassiker «Adel verpflichtet» (im Original «Kind Hearts and Coronets», 1949), der mit schwarzem Humor und satirischer Schärfe als Meilenstein des Nachkriegskinos gilt. 

Auch Fords Neuinterpretation blickt mit spürbarem Vergnügen auf die Welt der Reichen und Privilegierten, bleibt dabei jedoch eher zurückhaltend in der Zuspitzung. So bleibt eine schwarzhumorige Aufstiegsgeschichte, die mehr auf makabren Charme als auf satirische Schärfe setzt.

Getragen wird der Film von Powell («A Killer Romance», «Top Gun: Maverick»), der Becket mit Charme zwischen Witz und Skrupellosigkeit balanciert. Den bitterbösen Schlusspunkt setzt schließlich die ironische Volte, dass er für einen Mord verurteilt wird, der nicht auf sein Konto geht. Doch damit ist die Geschichte noch längst nicht zu Ende.

Quelle: dpa

 

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