Der «Fränkische Tag» bekommt nach der Übernahme durch die Mediengruppe Bayern einen neuen Chefredakteur: Gerd Schneider führt künftig die Gesamtredaktion. Der 62-jährige Schneider bleibt zugleich Chefredakteur des «Donaukurier» in Ingolstadt, der ebenfalls zur Mediengruppe Bayern (MGB) gehört. Das berichtet der «Fränkische Tag» in Bamberg in eigener Sache.
Die MGB rund um die «Passauer Neue Presse» (PNP) hat in den vergangenen Jahren schrittweise mehrere Zeitungshäuser in Bayern übernommen. Ihre Titel decken große Teile des Freistaats ab. Dazu gehört neben der PNP und dem «Donaukurier» auch die «Mittelbayerische Zeitung» (Regensburg). Mit dem «Fränkischen Tag» (FT) und weiteren Titeln der Mediengruppe Oberfranken ist die Gruppe erstmals auch in Nordbayern in einer großen Region vertreten.
Stellvertreter von Schneider in Bamberg werden Claudia Schade und der bisherige Chefredakteur Thomas Zeller sein, wie es hieß. Schneider werde vor allem die Integration in die MGB koordinieren. Der aus Unterfranken stammende Schneider führt den «Donaukurier» seit 2021. Vor einigen Jahren hatte er die Eingliederung der «Mittelbayerischen Zeitung» in die Passauer Mediengruppe begleitet – ebenfalls in einer Doppelrolle.
Der FT habe ein «unglaublich interessantes, historisch gewachsenes und wirtschaftlich potentes Verbreitungsgebiet: mit Bamberg im Zentrum und der Nürnberger Metropolregion vor der Haustür», sagte Schneider. Die Verlegerin und Geschäftsführerin der MGB, Simone Tucci-Diekmann, sagte: «Wir sind sicher, dass der „Fränkische Tag“ mit der Zugehörigkeit zu unserem Haus eine stabile Zukunft hat.» Die Tageszeitungen der MGB haben nach der Übernahme künftig nach eigenen Angaben eine Gesamtauflage von rund 350.000 Exemplaren.