Schneeschuhwanderer haben in den Berchtesgadener Alpen eine Lawine ausgelöst und sind davon mitgerissen worden. Laut Polizei wurde nur einer von ihnen leicht verletzt. Die Gruppe sei ohne alpine Erfahrung und die erforderliche Schutzausrüstung losgezogen, hieß es. «Sie haben Glück gehabt», sagte ein Polizeisprecher.
Als die Einsatzkräfte am Samstag alarmiert wurden, war zunächst unklar, wie viele Personen von der Lawine verschüttet wurden. Zwei Einsatzkräfte der Bergwacht wurden mit dem Rettungshubschrauber in das Gebiet geflogen, wie die Polizei mitteilte.
Den Angaben nach waren die Schneeschuhwanderer am Samstag nahe Schönau am Königssee (Landkreis Berchtesgadener Land) zu fünft unterwegs. Drei von ihnen hatten beim Überqueren der Nordwestseite unterhalb des Windschartenkopfes die Lawine ausgelöst. Die Wanderer wurden bis zu einer Kante mitgerissen, an der der Hang steil abfällt. Sie hätten sich selbst befreien können. Zwei der Wanderer blieben unverletzt, der Dritte wurde mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus geflogen.
Die Gruppe hatte angegeben, als einzige im Bereich unterwegs gewesen zu sein. Die Bergwacht habe das Gelände zur Sicherheit nach weiteren verschütteten Personen abgesucht, aber keine gefunden. Dabei seien unter anderem Lawinensuchgeräte und Spürhunde zum Einsatz gekommen.
Quelle: dpa